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Alte Klischees hinterfragt: Schüler machen sich beim Landesverband Lippe schlau

Warum der Förster heute ein Büromensch ist

HORN/BAD MEINBERG. Förster haben grüne Kleidung an, haben stets einen Hund bei sich und sind den ganzen Tag im Wald unterwegs? Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Detmold wollten es genauer wissen und das althergebrachte Bild vom Förster überprüfen. Bei einem Besuch im Forstmanagement des Landesverbandes Lippe in Horn-Bad Meinberg trafen sie Förster, die den überwiegenden Teil ihrer Arbeitszeit im Büro verbringen.

veröffentlicht am 26.02.2018 um 16:18 Uhr
aktualisiert am 26.02.2018 um 17:30 Uhr

Norbert Arnold erläutert den Schülerinnen Lena Noltekuhlmann (links) und Vanessa Leuthäußer (rechts). seinen Arbeitsalltag. Foto: Landesverband Lippe

Autor:

Gabriele Müller
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„Seit dem Schuljahr 2016/17 läuft an unserer Schule ein Erasmus+-Projekt, bei dem wir mit unserer finnischen Partnerschule Mertala aus Savonlinna kooperieren. Das Projekt beschäftigt sich mit dem Begriff ‚Wald‘ unter verschiedenen Gesichtspunkten, und aktuell geht es um den Wald als Arbeitsplatz“, erläutert Lehrerin Maria Hüllmann-Passeick, die das Projekt an ihrer Schule initiiert hat und betreut.

Bei ihrem Besuch lernten die Schülerinnen und Schüler die Verwaltung der Forstabteilung des Landesverbandes Lippe, das sogenannte Forstmanagement, kennen. Es hat seinen Sitz in Bad Meinberg. Begrüßt wurden sie von Teamleiter Norbert Arnold und von Forstingenieur Claus Gröger: „Die Kolleginnen und Kollegen im Forstmanagement kümmern sich um die Verwaltungsaufgaben, die in einer Forstabteilung anfallen. Sie sind zum Beispiel zuständig für die Abrechnung der Holzverkäufe, für den Ankauf von jungen Bäumen, die gepflanzt werden sollen, oder für die Anschaffung von Material, wie die Ausrüstung für unsere Forstwirte, die im Wald arbeiten, Dienstfahrzeuge oder Zaunmaterial zum Gattern von Waldflächen.“ Auch Jagdpachtverträge oder die Bewirtschaftung der Gewässer des Landesverbandes Lippe gehören zu ihren Aufgaben.

Im Anschluss an die Erläuterungen konnten die Schülerinnen und Schüler in die Büros gehen und den dort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Fragen zu ihrem Arbeitsalltag oder zu ihrer Ausbildung stellen.

Ihr Fazit: „Förster sind längst nicht den ganzen Tag im Wald unterwegs, es gibt viele Arbeiten, die sie im Büro, am Schreibtisch und am Computer erledigen müssen.“ Sie waren von der Fülle der Aufgaben beeindruckt und dankten für den Einblick, den ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forstmanagements ermöglicht hatten.

„Wir bieten insbesondere Schulen gern an, die Arbeit unserer Förster und Fortwirte – sei es im Wald oder im Forstmanagement – näher kennenzulernen, denn sie erfüllen für die Gesellschaft wichtige Aufgaben“, sagt Arnold. „Zum einen bewirtschaften sie die Wälder des Landesverbandes Lippe, die ein wichtiger Rohstofflieferant sind und damit eine große Bedeutung für die Holzindustrie und für den Arbeitsmarkt haben. Zum anderen engagieren sie sich für Wald- und Naturschutz, pflanzen Bäume und Sträucher, pflegen Naturschutzgebiete oder halten Wege instand. Sie erhalten somit den Lebensraum Wald für die Pflanzen und Tiere, und den Erholungsraum Wald für die Bürgerinnern und Bürger in Lippe.“

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