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Personelle Situation an der Baarsener Grundschule äußerst angespannt / Verfahren zur Stellenbesetzung zieht sich

Warten auf eine neue Rektorin

BAARSEN. Während die christliche Welt gespannt auf das Erscheinen des Christkindes wartet, können auch die Lehrerinnen, Eltern und Kinder an der Baarsener Grundschule das Erscheinen ihrer neuen Rektorin kaum noch erwarten. Anfang November war die personelle Situation dermaßen angespannt, dass laut offizieller Bekundung durch die Stadt Bad Pyrmont sogar Eltern die Aufsicht der Kinder an ihrer Schule übernahmen (wir berichteten).

veröffentlicht am 20.12.2018 um 16:09 Uhr

Foto: pixabay
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Klaus Titze Reporter
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In der Schulausschuss-Sitzung vom 29. November äußerten hierüber die kommunalen Politiker im Einklang mit den besorgten Eltern ihr Unverständnis und ihren Unmut über die schulische Situation und versicherten, in der Sache bereits ihre Landtagsabgeordneten Joumaah (CDU) und Watermann (SPD) informiert zu haben. In der darauffolgenden Woche solle eine Information zur Entwicklung eintreffen.

Doch verlautet wurde darüber nichts und an der Schule gibt es immer noch keine neue Kraft. Dafür meldete sich der Ehemann der Bewerberin, irritiert von dem Bericht über die Entwicklung an der Grundschule. „Meine Frau hat bereits im Juni die Bewerbung auf die Stelle als Schulleiterin vorgelegt. Mit Verzögerung ist dann die Personalakte im Oktober beim Schulamt Holzminden eingegangen. Seitdem hat sich nichts mehr in der Sache getan“, beklagt Erik Schreiber. Ihnen sei die Bewerbung allerdings sehr ernst, deshalb würden ihre beiden Kinder bereits eine Schule im Bereich Bad Pyrmont besuchen. Es fehle eben nur noch die Zusage zur Stellenbesetzung.

Selbst die Schulausschussvorsitzende Sieglinde Patzig-Bunzel äußerte bereits nach der Sitzung, es sei anhand der aktuellen Situation an der Grundschule Baarsen unverständlich, dass eine Personalentscheidung für diese relativ kleine Schule nicht zügiger getroffen werden könne. „Damit hätte man der Personalknappheit mit einer Vollzeitkraft begegnen können und den Kindern wäre bereits seit einiger Zeit regulärer Unterricht erteilt worden.“

Es erfordere üblicherweise mehr Zeit, wenn Stellenbesetzungen von Bewerbern aus einem anderen Bundesland erfolgen sollen, so die Pressestelle der Landesschulaufsicht. Neben den Personalakten müssten auch Beurteilungen beigezogen werden. „Konkret auf die Ausschreibung der Schulleiterstelle in Baarsen bezogen heißt das, das Stellenbesetzungsverfahren läuft noch aktuell. Seitens des zuständigen Schulamtes ist man optimistisch, das Verfahren im Frühjahr 2019 abgeschlossen zu haben, zumal es lediglich eine Bewerbung gebe“, lautet die Auskunft aus der Pressestelle.

Nicht nur den Ehemann der Bewerberin, deren Kinder bereits seit Beginn dieses laufenden Schuljahres das Humboldt-Gymnasium besuchen, irritieren derart lange Bearbeitungszeiten. Auch in der Kommunalpolitik zeigt man sich hierüber ungläubig. „Immerhin macht man sich hier in Bad Pyrmont und speziell in den Bergdörfern mit einem europäisch geförderten Programm intensivst daran, den Schulstandort in Baarsen zu erhalten“, so eine kommunale Stimme. Doch was mache es für einen Eindruck auf Eltern, die sich mit dem Gedanken tragen, dort zukünftig hinziehen zu wollen oder unschlüssig sind, ob sie im ländlich dörflichen Bereich wohnen bleiben sollen, wenn sie damit rechnen müssen, dass ihre Kinder unzureichend Lehrstoff an der Schule vermittelt bekommen.

Wenn es also politisch darum gehe, gerade den ländlichen Raum zu stärken und für den Erhalt einer ansprechenden Infrastruktur zu sorgen, dann könne man eigentlich erwarten, dass Landesbehörden sich in diesem Bestreben ergänzen und verzahnt ineinander greifen. Eine derart verzögerte Bearbeitung bis hin zu einer länger ausstehenden Entscheidung, wie es an diesem Beispiel einer Besetzung einer Schulleitung an einer kleinen Dorfschule dann über nahezu ein dreiviertel Jahr zu dauern scheint, konterkarieren das Streben.



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