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Erfahrungen aus Lippe sollen ganz Deutschland in Ökofragen voranbringen

Vorbildregion für den Klimaschutz

Detmold/Berlin. „Ausgezeichnet“ ist der Kreis Lippe bereits seit der Verleihung des European Energy Award in Gold. Jetzt wird er zum Vorbild für Kommunen im gesamten Bundesgebiet: Als Masterplan-Kommune soll der Kreis künftig Maßnahmen für den Klimaschutz entwickeln, die vorbildhaft für die gesamte Bundesrepublik umgesetzt werden.

veröffentlicht am 19.04.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:54 Uhr

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Ende des vergangenen Jahres war im Kreistag beschlossen worden, sich für das Projekt zu bewerben. Die finanzielle Förderung des Bundes ist jetzt bewilligt worden. „Wir haben bereits die Ideen, jetzt haben wir auch die Mittel für die Umsetzung“, freut sich Ute Röder, Leiterin des Fachbereichs Umwelt und Energie in der Kreisverwaltung. Unter anderem werden nun drei Experten gesucht, um Maßnahmen für die Schwerpunkte des Masterplans umzusetzen: Klimaschutz im persönlichen Lebensumfeld, Bau und Technologie sowie nachhaltige Mobilität.

Als eine von bundesweit 20 Kommunen wurde der Kreis Lippe ausgewählt, um bis 2020 umsetzungsfähige Maßnahmen zu entwickeln. Das Ziel: Bis 2050 soll der Energiebedarf halbiert und der Ausstoß von Treibhausgasen sogar um 95 Prozent reduziert werden. „Das ist ein großes Ziel, aber wir sind im Hinblick auf den Klimaschutz schon jetzt außerordentlich gut aufgestellt. Ich bin überzeugt, dass wir dank der Unterstützung aus der Politik und von den Bürgern in den nächsten Jahren viel erreichen werden“, meint Landrat Axel Lehmann. Zu den wichtigsten Kriterien im Auswahlprozess der Vorbildkommunen gehörte, dass bereits vorab ein hohes Maß an Klimaschutz betrieben wurde und eine gute Infrastruktur für die Umsetzung des Projekts vorliegt. Die Förderung durch den Bund beläuft sich auf rund 750 000 Euro für eine Laufzeit von vier Jahren, der Kreis Lippe bezuschusst die Umsetzung mit rund 190 000 Euro. Als Masterplan-Kommune hat Lippe außerdem die Möglichkeit, eine weitere ausgewählte Einzelmaßnahme – beispielsweise eine Gebäudesanierung oder eine Maßnahme für Elektromobilität – mit zusätzlich 200 000 Euro vom Bund fördern zu lassen.

„Nach der Zusage wollen wir nun nicht nur die Maßnahmen zum Klimaschutz vorantreiben, sondern vor allem auch die bisherigen Projekte bündeln, weiterentwickeln und die Maßnahmen des Kreises sowie der 16 Kommunen enger vernetzen“, erklärt Röder. „So können wir den Klimaschutz langfristig noch effizienter gestalten und gleichzeitig die Städte und Kommunen bei der Umsetzung unterstützen. Damit wollen wir unter anderem auch Doppelarbeit vermeiden.“ Unternehmen und Behörden können ihre Ideen zum Klimaschutz einbringen, auch die Bürger sind aufgerufen, Anregungen und Vorstellungen mitzuteilen. „Wir wollen den Masterplan nicht fernab der Lebenswirklichkeit unserer Bürger entwickeln und durchsetzen“, betont Olrik Meyer, Leiter des Teams Immissionsschutz und Energie des Kreises.

Kontakt: Für Informationen zum Masterplan-Projekt steht Olrik Meyer unter 05231/62-6780 oder E-Mail o.meyer@kreis-lippe.de zur Verfügung. Im Internet: www.klimapakt-lippe.de.red

Mehr Elektroautos auf die Straßen: Unter anderem bei der nachhaltigen Mobilität will der Kreis Lippe vorausfahren.Foto: dpa



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