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Wasserfahrzeug nach Schau-Übung getauft

Von Rotariern gespendet: Ein Boot namens Paul Harris

BAD PYRMONT. Wasserrettung ist auch für die Freiwillige Feuerwehr Bad Pyrmont ein Thema. Darauf hat der Chef der Pyrmonter Rotarier, Prof. Dr. Rolf Muschter, hingewiesen, als er Stadtbrandmeister Maik Gödeke offiziell das brandneue Feuerwehrboot übergeben hat.

veröffentlicht am 28.08.2021 um 10:00 Uhr

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Reporter

Zunächst hat er das Boot noch mit trockenem Sekt auf den Namen Paul Harris getauft. So trägt das von den Bad Pyrmonter Rotariern gespendete Boot den Namen des Mannes, der 1905 in Chicago gemeinsam mit drei Freunden den wohltätigen Rotary-Club gegründet hat. Mit zu dem rund 70 Kilogramm schweren Boot gehört ein Trailer mit dem passenden Nummernschild HM-WR 112 und noch einiges an Ausrüstung für das Team der Wasserrettung, das Thorben Henne leitet.

„Was ist denn passiert?“, fragte ein Passant am Donnerstagabend erschüttert, der eine Person in der Schlossgraft treiben sah. Da hörte er zu seiner Erleichterung aber schon das Martinshorn der Feuerwehr, die unter anderem mit der Drehleiter und einem Bulli mit Anhänger anrückte. So richtig beruhigt zeigte er sich aber erst, als die anderen Umstehenden ihn aufklärten, dass es sich lediglich um eine Schau-Übung handele, die die Wasserretter der Feuerwehr zur Einweihung des neuen Bootes durchführten.

Die Kameraden nahmen das Boot vom Trailer und konnten es spielend zu viert über die Mauer wuchten und zu Wasser lassen. Wasserretter paddelten im Nu zu der im Wasser treibenden Person und nahmen sie mit einer besonderen Trage auf. An der Mauer wurde die Trage am Korb der Drehleiter befestigt und so konnte die Person geradezu spielend an Land gebracht werden. „Eindrucksvoll“, das befanden die Zuschauer – zumeist Mitglieder des Rotary-Clubs – einhellig. Damit meinten sie nicht nur das Boot, das sich offensichtlich sehr leicht bedienen und manövrieren lässt, sondern auch das perfekte Zusammenspiel der insgesamt elf Mitglieder der Wasserrettungsabteilung, die ohne Schnörkel jeden Handgriff sicher beherrschten, um die „verunglückte Person“ souverän zu retten.

2 Bilder
Mit vereinten Kräften wird das Boot in Stellung gebracht. Foto: yt

Nach der Schau in der Schlossgraft trafen sich die Rotarier mit den Kameraden der Feuerwehr auf der Brücke, wo Präsident Muschter das Boot taufte und an die wechselhafte Geschichte der Finanzierung erinnerte. Hat doch zunächst die Dachorganisation der Rotarier einen nicht unerheblichen Beitrag zu der Anschaffung zunächst zugesagt, diese Zusage im Zuge der Corona-Pandemie aber widerrufen müssen. „Wir standen im Wort. Und so dauerte es auch nur wenige Tage, bis mit einigen wenigen, aber dafür etwas größeren privaten Spenden aus dem Kreis unserer Mitglieder das Geld zusammengetragen war“, freute sich Prof. Muschter, dass die Rotarier zuletzt doch der Feuerwehr ein wichtiges Gerät an die Hand geben konnten, um das Leben in der Kurstadt noch ein bisschen sicherer zu machen.

Muschter freute sich auch, dass sich bei den Feuerwehrkameraden ganz schnell eine große Zahl Freiwilliger gefunden hat, „die willens waren, ihre Freizeit und noch eigenes Geld zu opfern, um sich der notwendigen Ausbildung zum Wasserretter und Rettungstaucher zu unterziehen“.

Dankesworte gab es auch von Stadtbrandmeister Maik Gödeke, der darauf hinwies, dass das Boot ganz besondere Eigenschaften brauche, um auch in schwierigem Gebiet problemlos eingesetzt werden zu können, was den Preis natürlich in die Höhe treibe. Und so freute er sich mit seinem Team, dass die Rotarier ihnen nun das Equipment für die Wasserrettung zur Verfügung gestellt haben.



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