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So nutzen Bad Pyrmonts Christdemokraten die Würdigung des Ehrenamts bei ihrem Neujahrempfang für den Wahlkampf

Von richtigen und falschen Ablehnungen und kurzen Röcken

Bad Pyrmont (yt). Mit viel Lob und Dank für ihren Einsatz um Lebensqualität und Menschlichkeit begrüßte Bad Pyrmonts CDU-Stadtverbandschef Dirk Wöltje die geladenen Ehrenamtlichen gestern beim Neujahrsempfang der Christdemokraten. Dabei stieg er direkt in den Wahlkampf ein, betonte, dass die CDU hinter diesem Engagement stehe und dessen Unterstützung mit Anträgen zum Haushalt 2011 ausdrücklich eingefordert habe. Damit meinte er das Flutlicht für den zweiten Hagener Sportplatz und den Feuerwehrhaus-Anbau in Neersen. Wöltje befand: „Die SPD-Ratsfraktion hat bewusst ihre Zustimmung verweigert und damit öffentlich ihr Verständnis zum Ehrenamt zum Ausdruck gebracht.“

veröffentlicht am 09.01.2011 um 17:55 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 21:41 Uhr

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CDU-Ratsfraktionschef Udo Nacke zeigte sich hier um mehr Sachlichkeit bemüht und versicherte den Ehrenamtlichen: „Gehen Sie davon aus, dass der gesamte Rat und die Verwaltung hinter Ihnen stehen.“ Und er erläuterte die Abstimmung: „Da wir dem Haushalt unsere Zustimmung verweigerten, musste sich die SPD mit der FDP zusammenraufen. Dass die nur unter der Bedingung zugestimmt hat, dass die beiden Anträge verworfen werden, ist nicht unbedingt gut.“ Gleichwohl, so versicherte Nacke, solle noch vor der Wahl ein Weg gefunden werden, damit Neersen zu seinem Anbau und Hagen zu seinem Licht kämen.

Nacke verteidigte auch noch einmal die Ablehnung des Haushalts durch seine Fraktion. „Die Kosten für die Sanierung des Humboldtgymnasiums laufen völlig aus dem Ruder.“ Zwar habe sich auch die CDU von der ursprünglichen Kostenidee von 2,5 Millionen Euro verabschiedet, glaube aber, dass die derzeitigen Planungen und Konzepte, die auf ein Volumen von vier Millionen Euro zusteuerten, den falschen Weg eingeschlagen hätten. „Hätten wir den Haushalt so abgesegnet, dann hätten wir diese Konzepte mittragen müssen.“ Und das in einer Zeit, in der trotz Sparzwangs weitere Großprojekte anstünden wie die Sanierung der Brunnenstraße und der Bad Freienwalder Brücke.

Nacke nutzte die Gelegenheit, auch einmal eine Lanze für eine spezielle Gruppe ehrenamtlich Engagierter zu brechen: die Feierabendpolitiker. „Sie bekommen zwar mehr Prügel als Dank und haben Schuld, dass es im Winter schneit“, sagte er. „Aber sie bemühen sich ebenso um Lebensqualität und Menschlichkeit. Wenn Sie also im September noch nichts vorhaben, hätten wir einen Platz für Sie auf unserer Liste.“

Die CDU-Landtagsabgeordnete Ursula Körtner brach indes eine Lanze für die Demokratie: „Wenn es uns nicht gelingt, den Zusammenhang der Gesellschaft zu gewährleisten, wenn rebellierende Minderheiten die meist recht stille Mehrheit in die Ecke drängen können, dann ist unser System am Ende.“

Dass nach neuen Umfragen nur noch knapp die Hälfte – mal mehr, mal weniger nörgelnd – mit dem System zufrieden sei, alarmiert sie. Doch Körtner hat eine Hoffnung: „Die Röcke werden wieder kürzer.“ Denn eine soziologische Untersuchung hat einmal ergeben, dass die Rocklänge ein sehr gutes Indiz für die Lage im Land ist: Je kürzer, desto besser.

Zum Abschluss schlug Alwin Steinmeier vor, bald in Planungen einzutreten, um am 1. April 2014 das 100-jährige Jubiläum des Namenszusatzes „Bad“ gebührend zu feiern.

CDU-Stadtverbandsvorsitzender Dirk Wöltje (re.)– hier mit Ratsfraktionschef Udo Nacke und der Landtagsabgeordneten Ursula Körtner – lud wieder Ehrenamtliche ein.

Foto: yt



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