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Sommerausstellung im Schlossmuseum würdigt Werke des Berliner Malers Clemens Gröszer

Von bizarr bis anrüchig-frivol

BAD PYRMONT. Mit der diesjährigen Sommerausstellung würdigt das Museum im Schloss Bad Pyrmont den Berliner Maler Clemens Gröszer (1951–2014) und dessen außergewöhnliches Werk. Porträts und Aktdarstellungen von bizarrer, anrüchig-frivoler Schönheit treten neben komplexe Szenarien eines schrillen, gegenwärtigen Gesellschaftstheaters – mit großer Virtuosität gemalt und inszeniert.

veröffentlicht am 27.06.2017 um 17:35 Uhr

„Fruti dell arte“, ein Werk von 1996. foto: VG Bild-Kunst, Bonn 2017
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Inmitten dieser Kulisse, der Künstler selbst. Ungeachtet ideologischer Rahmenbedingungen und wechselnder künstlerischer Strömungen stets scharfer und zugleich ästhetischer Beobachter der individuellen Ausprägungen menschlicher Existenz in ihrem gesellschaftlichen Kontext, zugleich sich selbst und die eigene Rolle im absurden Kunstmarktzirkus kontinuierlich reflektierend.

Präsentiert werden in den historischen Räumen des Schlosses Gemälde und Graphiken aus den letzten fünf Jahrzehnten seines Schaffens: Selbstbildnisse, Figurenporträts und Triptychen – darunter Schlüsselwerke des umfangreichen Oeuvres, wie die Bilderfolge der „Marin à cholie“ und „Bildnisse A.P.“ oder das Triptychon „Grand Café (Café Einstein)“.

Gewaltige Panoramen der Großstadt Berlin und ihrer jenseits gängiger Normen stehenden Protagonisten, zwischen Schein und Wirklichkeit, malerisch verweisend auf die Meister der Spätrenaissance ebenso wie auf den Verismus eines Otto Dix.

In den ganzfigurigen Porträts und Aktdarstellungen wiederum offenbart sich das Interesse des Künstlers für die menschliche Figur und das Körperliche. Ob selbstbewusst-dominant in großem Format in Öl oder leise in der Form der Radierung oder Lithographie, stets verleiht Clemens Gröszer seinen Modellen eine bemerkenswerte physische Präsenz.

Die in der umfangreichen Ausstellung gezeigten Arbeiten stammen aus dem Nachlass des Künstlers sowie deutschlandweit aus Privat- und Museumsbesitz.

Folgende Veranstaltungen sind gesetzt:


Vernissage: Donnerstag, 6. Juli, um 19 Uhr, in der Beletage des Museums im Schloss Bad Pyrmont.
Öffentliche Kuratorenführungen mit Vanessa Charlotte Heitland M.A. am Sonntag, 16. Juli, und Sonntag, 3. September, jeweils 15 Uhr. Weitere Sonderführungen nach Terminvereinbarung.
Finissage: Sonntag, 24. September, 15 Uhr: Letzte Begegnungen – Dialogischer Rundgang durch die Ausstellung mit Vanessa Charlotte Heitland M.A.
Öffnungszeiten der Ausstellung: 6. Juli bis 24. September, Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, montags geschlossen.

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