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Dozenten der Musikschule Bad Pyrmont zeigen im Konzerthaus ihr Können

Von Bach bis Blues

BAD PYRMONT. Für die vierzehn Lehrer der Musikschule schien es wie eine Befreiung zu sein, sich auf einer großen Bühnenfläche ausdehnen zu können und nicht auf engstem Raum gemeinsam musizieren und dabei immer bedacht sein zu müssen, mit den Armen nicht die benachbarte Kollegin zu stören.

veröffentlicht am 25.11.2018 um 15:30 Uhr

Monika Mühleise (Gambe), Andreas Vogt und Ramona Reißmann (Laute) überzeugten das Publikum. Foto: ti
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Klaus Titze Reporter
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Dabei war es unbedeutend, dass der für die Musiker sicherlich ungewohnt große Konzertsaal nicht ausverkauft war – hatten sich doch wie erhofft zahlreiche Fans der klassischen Musik ebenso eingefunden wie Freunde des Pops.

Der erste Teil des abwechslungsreichen Konzertabends begann, indem Kateryna Troyitska am Flügel und Katharina Kunzendorf mit ihrer Violine verträumte Klänge einer Komposition von Johann Sebastian in die tiefe Stille des Saales schickten. In eine eher mittelalterliche Atmosphäre entführten Ramona Reißmann mit einer 19-saitigen Laute, Monika Mühleise an einer Viola da Gambe (Knie- oder Beingeige) und Andreas Vogt mit einem Tambourin, als sie Lieder von John Dowland vortrugen. Wie für Minnesang üblich, drehten sie sich um das Verhältnis zu einer Liebsten.

Ob die Moll-Akkorde einer Rhapsodie von Brahms erklangen, das mit anerkennendem Applaus bedachte Konzert für Flöte, Streicher und Basso continuo von Georg Philipp Telemann zu Gehör gebracht wurde oder das Caprice von Nicolò Paganini aus der Geige von Stephan Gimenez wirbelte, für auf Klassik eingestellte Ohren war es ein Genuss. Glücklicherweise zerstörte Gimenez die Saiten seiner Geige nicht und somit fiel im Gegensatz zu Paganinis Auftritten keine der anwesenden Damen in Ohnmacht. Fast wie eine Person wahrnehmbar, die mit vier Händen die Flügel-Tasten anschlagen, erklangen der Spanische Tanz von Moritz Moszkowski, gespielt von Olga Chirita und Lydia Wasmann, oder auch auch die von Vladimir Dashkevich stammende Ouverture zu dem Film über Sherlock Holmes und Doctor Watson. Letztere vermittelte das Gefühl, in die Zeit des Stummfilms entführt zu werden.

Im zweiten Teil des Konzertabends kamen die Pop-Fans zu ihrem Hörgenuss. Dafür hatten sich Mehring und seine Dozenten unter anderem zwei Stücke aus dem Musical „West side story“ ausgesucht. Henning Fahß und Andreas Vogt erhielten vor dem abschließenden Finale noch die Chance, ihr gemeinsames Können als Drummer zu beweisen, indem siean ihren Schlagwerken in Wettstreit traten.

Zum Schluss wurde es dann jazzig. Piotr Techmanski ließ sein Tenor- oder Altsaxophon gefühlvoll regelrecht Geschichten erzählen. Zu sechst widmeten sie sich dem „C-Jam-Blues“ von Duke Ellington und animierten mit dem abschließenden „Latin Blues“ das Publikum zu stehenden Ovationen. So kamen nahezu alle vierzehn Dozenten nicht umhin, zum gemeinsamen Instrumentenspiel die Bühne für den berühmten Kanon von Johann Pachelbel als Zugabe zu betreten.



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