weather-image

Margie Kinsky über Alltagserlebnisse und ihren Mann Bill Mockridge

Vom Dildo bis 4711

veröffentlicht am 04.09.2016 um 20:26 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:28 Uhr

270_0900_12296_pn120_0509_4sp_Hei_Margi_Kinski_3530.jpg

Autor:

von Karin Heininger
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Eigentlich wollte Margie Kinsky im Garten ihrer urlaubenden Nachbarin ja nur ab und zu den Goldfisch für Reiche, den Koi, füttern. Doch daraus wird dann, sie weiß selbst nicht wie, ein Trip durch den begehbaren Kleiderschrank und ein Wellness-Event im luxuriösen Badezimmer der abwesenden Familie.

Wie und weshalb dies alles geschah, schildert die muntere Komödiantin sehr witzig und wortgewandt ihrem Pyrmonter Publikum: Einer der Höhepunkte in ihrem neuen, von ihr selbst verfassten Tour-Programm „Ich bin so wild nach deinem Erdbeerpudding“, das im Kurtheater startete und sie quer durch die Republik führen wird. Abgehärtet durch ihren Siebenmänner-Haushalt mit sechs selbstbewussten Söhnen und dem kanadischen Gatten Bill Mockridge, besser bekannt als Herr Schiller aus der Lindenstraße, kann diese bodenständige Frau scheinbar nichts erschüttern.

Ob sie einem vibrierenden Dildo im Rucksack eines Flugpassagiers auf die Spur kommt, ob sie sich heroisch in die neuesten Mode–Klamotten klemmt oder ob sie auf der heißen Italienreise im voll besetzten Familienauto Omas in 4711 getränkten Waschlappen tapfer erträgt: Margie wird mit allem fertig, selbst als einmal ein Sprössling aus dem „Sortiment“ in der Autobahn-Raststätte vergessen wird.

Margie Kinsky plaudert ohne Komma und Punkt, scheinbar so, wie ihr der Schnabel gewachsen ist – auch wenn in Wahrheit natürlich alles genau einstudiert ist. Aus Rom hat es sie einst nach Bonn-Endenich verschlagen, und nun nennt sie sich selbst eine „rheinische Frohnatur mit römischem Blut“.

Bill Mockridge, von ihr liebevoll-schnodderig nur „der Holzfäller“ genannt, führte Regie und macht ein bisschen den unsichtbaren Moderator. Margie Kinsky sucht den Kontakt zum Publikum, spricht mit vielen Besuchern vor dem Programm und in der Pause, persönlich, herzlich und zugewandt. Nach der Pause ist dann offenbar ein bisschen „Pulver verschossen“, und der zweite Teil erreicht nicht mehr ganz den brüllend komischen Eindruck des ersten. Aber es bleibt bis zum Schluss ein unterhaltsamer, heiterer und herzerfrischender Abend, für den das Publikum sich mit viel Beifall bedankt.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt