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Kulturbeirat trifft erste Entscheidung zum 300-jährigen Stadtjubiläum

Vom 3. bis 5. Juli 2020 feiert Bad Pyrmont Jubiläum

BAD PYRMONT. Der Kulturbeirat der Stadt Bad Pyrmont ist auf dem Weg zum 300-jährigen Stadtjubiläum im kommenden Jahr ein kleines Stückchen weitergekommen – trotz anfänglich fehlenden Strukturen. Es gab eine erste Entscheidung und viele Anregungen für ein Festprogramm.

veröffentlicht am 30.01.2019 um 13:24 Uhr

Das Schloss Pyrmont vor mehr als 300 Jahren. Foto: Stadtarchiv Bad Pyrmont
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Es ist eine schwere Geburt, die die Stadt mit ihrem Kulturbeirat durchleidet. Eine Zeit lang hatte es zum Auftakt der zweiten Sitzung am Dienstagabend im Ratssaal den Eindruck, es könnte mangels fehlender Strukturen nicht so richtig vornan gehen mit der Vorbereitung des Stadtjubiläums 2020. Aber am Ende gab es nicht nur eine Runde von Sprechern für einzelne Themenbereiche, sondern auch viele Anregungen für ein mögliches Festprogramm und vor allem ein Datum.

Ein ganzes Wochenende lang soll gefeiert werden, und zwar vom 3. bis 5. Juli. Der von der Stadt zuvor verkündete Termin 27. Juni wäre den Holzhäusern Schützen mit ihrem Schützenfest in die Quere gekommen. Es war die allererste Entscheidung, die der Kulturbeirat getroffen hat.

Nach der ersten Sitzung hatten sich Arbeitsgruppen gebildet, die sich Gedanken machen sollten, wie man das Fest angemessen feiern könnte. Zwei Gruppen waren besonders fleißig. Für den Themenbereich „Heimat-/Brauchtum, Wasser und Quellen“, trug deren Sprecher Detlef Richter gleich ein (fast) komplettes Wochenendprogramm vor. Einige wenige Stichworte: Stadtlustbarkeit im Schlosshof mit historischem Essen und Musik Gesang und Ballett am Hylligen Born, Ochse am Spieß auf der Hauptallee, großer Festumzug mit allen Vereinen und Institutionen und ein Feuerwerk im Kurpark. Und auch die sich für das Thema „Handwerk und Kunsthandwerk“ zuständig fühlenden Pyrmonter und Pyrmonterinnen hatten einige Vorschläge erarbeitet. Von einer Ausstellung zeitgenössischen Handwerks, einer begehbare Camera Obscura, einem großen Stadtmodell aus Holz, sprach deren Vertreterin Nicole Ludorff.

Im Lauf der Sitzung sammelten sich weitere Ideen an. Die Musikschule mit Arndt-Jubal Mehring ist musikalisch mit verschiedenen Angeboten im Boot und Monika Brinkmann-Muchow (Bildende Kunst) stellt sich alle Pyrmonter und ihre Gäste an einer langen Tafel vor. Dr. Dieter Alfter (Literatur/geschriebenes Wort/Archiv und Stadtentwicklung) möchte weitere, übers Jahr verteilte Veranstaltungen und eine „Zeitung“ zum Jubiläum herausgeben, die sich mit der 300-jährigen Geschichte Pyrmonts befasst. Luisa Islam-Ali-Zade (Pyrmonter Salon) möchte unter anderem mit einer Oper aufwarten.

Eigentlich mangelt es an Ideen nicht. Auch an ein Logo wurde gedacht, Autoaufkleber ins Spiel gebracht, die Frage gestellt, wie man den Einzelhandel beteiligen könnte und angeregt, auf jeden Fall auch die Nachbarstadt Lüdge ins Boot zu holen. Etwas unbeholfen wurde an einem möglichen Slogan gearbeitet, aber dafür war die Runde einfach zu groß. Irgendwie dürfte es auf etwas hinauslaufen, bei dem das „Tal der sprudelnden Quellen“ eine Rolle spielen wird. Nicht ganz einfach, das gemeinsam mit dem Jubiläum auf einen kurzen, griffigen Nenner zu bringen. Vielleicht mache ein Aufruf an alle Pyrmonter Sinn, hieß es.

Und dann war da noch die Frage der Finanzierung. Bürgermeister Blome hatte beim letzten Mal versprochen, diesmal etwas dazu sagen, ließ es aber bleiben. „Wir können Vorschläge machen, aber wir können das Fest nicht bezahlen“, brachte Detlef Richter es auf den Punkt. Auch Silke Schauer sprach die Kosten an. „Drei Stunden im Schlosshof kosten uns 2500 Euro, ohne dass auch nur ein Künstler auf der Bühne steht“, sagte sie. Bei größeren Veranstaltungen sei der Aufwand noch deutlich größer. Es wird irgendwann Sache des Rates sein, über eine Finanzierung des Festes eine Entscheidung zu treffen.



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