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So unterhält Gunter Gabriel sein Publikum in der Spelunke

Volltreffer unter der Gürtellinie

Bad Pyrmont. Randvolle „Spelunke“ und ein Publikum, das auf alles gefasst ist – vor allem auf deftige Sprüche –, sind beste Voraussetzungen für einen satten Gig von Gunter Gabriel.

veröffentlicht am 14.12.2015 um 18:28 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 00:41 Uhr

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Autor:

Rudi Rudolph
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Und seine Fans werden nicht enttäuscht. Nach dem jazzigen Vorglühen durch „Ottos Band“ gibt’s dem inzwischen 73-Jährigen richtig was auf die Ohren. Harter Country-Sound aus der E-Gitarre von Partner Petr Rehak liefert den Rhythmus, Drummer Alex klopft noch einen drauf, und Gunter Gabriel läuft mit drei Akkorden auf seiner alten schwarz-rot-goldenen Gitarre zu Höchstform auf.

Nach heftiger Krankheit fühlt er sich „wieder großartig,“ macht Bad Pyrmont Komplimente „...mein Reichtum!“ und kommt zu seinem Hauptthema: der Region unterhalb der Gürtellinie. Seiner und der von Frauen. Dass er nämlich Gitarre lernte, „weil man da schneller an die Weiber rankommt,“ dass er 21 Mal vorbestraft ist, unter anderem, weil er von einem „ganzen Reisebus“ in einem Hauseingang ertappt worden sei, die Frau den Rock hoch und er die Hose unten. Oder dass er wegen „Politessenbeleidigung“ drankam, weil er sein Gegenüber nach einem längeren Disput fragte „ob wohl ihre Spirale schief sitzt“.

Zwischendurch wird auch Musik gemacht. Die alten Stücke von Johnny Cash wie „St. Quentin“, „Ring of Fire“ oder „A Boy Named Sue“ hauen richtig rein, der „30-Tonner-Diesel“ oder „Der letzte Wagen ist immer ein Kombi“ machen piefige, schmalbrüstige Männlein zu grimmigen Kerlen, das Bier fließt in Strömen, und seine Gemeinde ist happy. Nebenbei wird das Hinterteil vorbeihuschender Damen begutachtet und bewertet, da kennt Gunter Gabriel kein Pardon.

Wer das nicht verträgt, ist beim ihm falsch, und schamhaftes Gekicher mancher Besucherinnen verebbt allmählich, man gewöhnt sich an die endlos lange Liste seiner F-Wörter und all ihrer Varianten.

Heiß, hektisch und schwitzend hechelt der selbsternannte „Straßenköter“, der demnächst im Dschungelcamp zu sehen sein wird, durch sein Programm, gespickt mit Lebensweisheiten, die man nicht braucht. Doch die Pyrmonter kommen voll auf ihre Kosten. Das ist schließlich ihr Gunter Gabriel. So wollen sie ihn.



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