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In die Erleichterung über die Festnahme des Mordverdächtigen mischt sich Mitgefühl für die Familie

Viele sind froh, dass Marco H. endlich gefasst ist

Bad Pyrmont/Lügde (jl). Mit Erleichterung haben insbesondere in Bad Pyrmont viele Menschen auf die Nachricht von der Festnahme Marco H.’s reagiert. Laut Staatsanwaltschaft hat der 33-Jährige zugegeben, am 29. April die 76 Jahre alte Pyrmonterin Ingrid P. auf dem Parkplatz der Hufeland-Therme erstochen zu haben. „Ich bin froh, dass der mutmaßliche Täter gefasst ist“, sagte Kurdirektor Heinz-Hermann Blome am Freitag auf Anfrage. „Und ich hoffe, dass die Irritationen bald nachlassen.“ Denn gerade unter älteren Menschen habe die Tat für Verunsicherung gesorgt. Die Polizei hat laut Blome vor Ort keine Sicherheitsmängel ausgemacht. „Vor einer solchen Tat kann sich niemand schützen“, sagt der Staatsbad-Chef. Dennoch stellt er in Aussicht: „Um das Sicherheitsgefühl zu steigern, werden wir rechtzeitig vor Beginn der dunklen Jahreszeit mit Hilfe von Bewegungsmeldern eine zusätzliche Ausleuchtung des Parkplatzes vornehmen.“

veröffentlicht am 05.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 03:41 Uhr

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„Ich habe bis zuletzt gehofft, dass er es nicht war“, sagt eine Pyrmonterin über Marco H., „denn er hat bei uns zu Hause als Handwerker gearbeitet. Da haben wir uns natürlich auch unterhalten.“ Unvorstellbar für sie, dass er einen Mord begangen haben soll.

Wie die Geschäftsfrau, so tun sich viele Menschen in Bad Pyrmont und in H.’s Heimatstadt Lügde, die den Verdächtigen kennen, schwer, ihn mit der brutalen Tat in Verbindung zu bringen. Sätze wie „So etwas hätte ich ihm nie zugetraut“ oder „Er war doch völlig unauffällig“ sind überall zu hören. Und mancher kommt ins Grübeln, was passieren muss, damit ein Mann so aus dem Lot gerät, dass er zum Täter wird. Als einzige Erklärungsversuche dienen eine unterstellte Spielsucht oder Drogenabhängigkeit.

Bei aller Erleichterung über die Festnahme des geständigen Lügders trauern vor allem jene um Ingrid P., die das Opfer kannten. „Sie war eine einmalig nette, besondere Frau“, sagt eine Pyrmonter Einzelhändlerin. „Sie fehlt uns.“

Mitgefühl haben sie und viele andere aber auch mit der Familie des Verdächtigen. „Für die ist es schlimm“, meint ein Lügder. „Auch über sie hat Marco großes Leid gebracht.“ Doch der Mann, der lieber anonym bleiben will, hofft, dass das Leben im Ort für die Angehörigen nun nicht zum „Spießrutenlaufen“ wird.



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