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Michael Vietz stellt sich den Mitgliedern der Bad Pyrmonter CDU vor / Nacke wirbt für Weltkulturerbe

Viele Erwartungen an den Kandidaten

Bad Pyrmont. Sollte der Bundestagskandidat der CDU für den Wahlkreis Hameln-Pyrmont Michael Vietz tatsächlich das Rennen machen, wird es viel für ihn zu tun geben, jedenfalls wenn er sich zu Herzen nimmt, was die Mitglieder der Bad Pyrmonter CDU ihm aufgetragen haben.

veröffentlicht am 19.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 02:21 Uhr

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Nachdem der 44-jährige Banker den 17 Gästen bei der Mitgliederversammlung seine Themen und seinen Politikstil vorgestellt hatte, den er unter dem Oberbegriff „Auf die Menschen vertrauen, auf deren Eigenständigkeit und Selbstständigkeit“ zusammenfasste, nahm die frühere Landtagsabgeordnete Ulla Körtner den Ball auf und forderte Veith auf, sich auch in die Gemeindefinanzreform einzubringen. „Es ist wichtig, dass bei entsprechenden Verhandlungen erstmals auch die kommunale Seite mit am Tisch sitzt. Deren Einnahmesituation muss deutlich verbessert werden.“

Michael Rausch zeigte seinen Unmut über die Energiewende, „die Probleme ohne Ende verursacht“. Er befand den Ausstieg aus der Atomenergie als überhastet, die Konsequenzen nicht bedacht und nun ohne schlüssiges Konzept gemanagt. „Zudem werden die Castoren durch die Gegend gefahren, weil kein Konsens gefunden wird – und alles trifft den Bürger in Form seines Geldbeutels.“ Veith befand die Energiewende als alternativlos und erteilte auch einer weiteren Wende eine Abfuhr. „Was wir aber brauchen, ist bezahlbaren Strom.“

Martin Brandes wünschte sich von Veith, sich für Bildung starkzumachen, auch wenn es im Bund nur darum gehen könne, die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen. Auf Werner Langes Bedenken, dass das Einstehen für Schulden der europäischen Nachbarn uns selbst in den Bankrott treiben könne, sprach sich der Kandidat „als überzeugter Europäer“ für Solidarität aus. „Aber wir erwarten, dass sie ihre Probleme in den Griff bekommen.“ Und auch Rauschs Vorschlag, „die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei auszusetzen, um mal wieder zu Atem zu kommen“, nahm Veith so nicht auf: „Wir sollten hier die Tür nicht zuschlagen, sondern – auch langfristig – weiter verhandeln.“

Im Anschluss warb CDU-Fraktionschef Udo Nacke für die Idee, Bad Pyrmont als Weltkulturerbe anerkennen zu lassen. „Der Spaß soll zwar 101 000 Euro kosten, dennoch halte ich die Idee für gut, die uns einen Platz in den Medien sichern wird“, sagte er.

Im Zusammenhang mit der Bad Freienwalder Brücke kritisierte er, dass hier „nicht offen, aufrichtig und transparent“ mit dem Thema umgegangen worden sei. Ebenso ärgerte ihn der Zustand der Rabatten vom Bahnhof bis in die Stadt hinein. „Ein paar Monate zu spät hat man festgestellt, dass man zu wenig Personal für deren Pflege hat. So etwas muss die Verwaltung doch leisten können.“

Die Vorstellung, dass Bad Pyrmont keine 20 000 Einwohner mehr habe, bezeichnete Nacke als Damoklesschwert, „das uns 3,5 Millionen Euro weniger Einnahmen bescheren und sogar langfristig den Status als Mittelzentrum kosten kann“.yt



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