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Rosemarie Warth ist eine Allround-Künstlerin von Format

Viel mehr als eine saukomische Ulknudel

Bad Pyrmont. Gerade erst war Rosemie Warth im Fernsehen bei der kabarettistischen „Ladies Night“ zu Gast, und schon tauchte sie Donnerstagabend im Pyrmonter Kurtheater auf und unterhielt bestens ihr Publikum.

veröffentlicht am 25.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 22:41 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Die Frau ist ein Phänomen. Auf den ersten Blick eine saukomische Ulknudel, die schwäbisch schwätzet, ist sie doch sehr viel mehr, weil hinter der originellen Präsentation echte Professionalität steckt. Bevor der Begriff „Comedian“ die Programme eroberte, hätte man so etwas eine „Clownin“ genannt. Eine Allround-Künstlerin, die ihren eigenen Stil gefunden hat und sich selbst immer wieder auf den Arm nimmt. Sie steckt voller Power und Poesie, ist witzig und weise, munter und melancholisch.

Rosemie Warths Auftritt lässt eine klassische Tanzausbildung vermuten, vom modern und Irish Dance bis zum Flamenco baut sie alles in ihre Nummer ein. Sie schnalzt und jodelt nach Herzenslust, singt Kinderlieder, auch sentimentale Schlager und sogar Chansons wie „Geh`n wir Tauben vergiften im Park“ von Georg Kreisler. Die Künstlerin nimmt sich unerschrocken einen Rap vor, bläst auf der Tuba und spannt das Publikum als Echo-Geber für ihr Spiel auf dem riesigen Alphorn mit ein, das sie knapp über den Köpfen im Parkett balanciert.

Wenn Rosemie Kontakt aufnimmt zu ihrem Lieblingszuschauer Willi in der dritten Reihe, geht sie über Tische und Bänke, und das Publikum lacht sich kaputt. Köstlich ist auch die Handarbeitsnummer: Als Mitglied der Anonymen Häkler hat sie Bildschirmschoner gefertigt, Klobrillen verschönt und sich selbst königlich mit Zepter und Krone ausgestattet. Ihr Tanz mit einem umhäkelten Besen ist voller Poesie.

Der kleine, muntere Irrwisch, den sie auf der Bühne verkörpert, kann auch nur schwer an sich halten, wenn großes Reinemachen ansteht. Das gehe so weit, erzählt sie, dass sie im Urlaub sämtliche Hotel-Teppiche im Swimmingpool schamponiert und am Strand Staub gesaugt habe. Danach sei ihr zwar die Goldene Putzschaufel verliehen worden, doch in der Hotelanlage habe man sie danach nicht mehr so gern gesehen, räumt Rosemie ein.

Die Zuschauer verfolgten mit sichtlichem Spaß die unterhaltsame Darbietung. Im Publikum saß auch Harald Böhlmann, Chef der „Kleinen Feste im Kurpark“. Er hatte Rosemie Warth einst für Bad Pyrmont entdeckt, und es ist zu hoffen, dass er sie nach dieser tollen Nummer auch im kommenden Sommer wieder im Kurpark präsentieren wird.



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