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Was Blome 2017 zu tun bekommt

Viel Arbeit auf dem Schreibtisch des Bürgermeisters

BAD PYRMONT. Vor Bürgermeister Klaus Blome liegt ein Jahr mit einer ganzen Reihe von Themen, die allerdings nicht auf seine Initiative hin entstanden sind, sondern sozusagen zum laufenden Geschäft eines Bürgermeisters gehören. Eine Übersicht.

veröffentlicht am 20.01.2017 um 13:38 Uhr
aktualisiert am 10.10.2017 um 09:20 Uhr

„Wenn wir die Themen alle geschafft haben, dann haben wir viel geschafft“, meint Bad Pyrmonts Bürgermeister Klaus Blome, hier an seinem Schreibtisch im Rathaus. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Wirtschaftsförderung: Der Rat hat sich mehrheitlich auf Antrag der Gruppe 17 für eine Neuordnung der Wirtschaftsförderung ausgesprochen. Dafür soll die Verwaltung auch auf die Möglichkeiten Bad Pyrmont Tourismus (BPT) zurückgreifen. „Wir wären schlecht beraten, wenn wird die Kompten Wer für diese Aufgabe innerhalb der Verwaltung freigestellt werden soll, kann Blome noch nicht sagen. „Aber wir wären schlecht beraten, wenn wir die Kompetenz der BPT nicht nutzen würden“, sagt der Bürgermeister. Klar sei auch, dass die Stadt angesichts der Leerstände an Ladenlokalen mit den bisherigen Methoden alleine nicht mehr weiterkomme, man nicht nur reagieren, sondern mehr agieren müsse. „Natürlich machen die Leerstände einen nachdenklich, aber resignieren dürfen wir deshalb nicht“, sagt er und spricht sich für ein gemeinsames Vorgehen der Stadtverwaltung mit der Politik, dem Staatsbad und dem Kur- und Verkehrsverein aus. Die Verantwortung dafür allerdings soll nach dem Willen der Politik beim Bürgermeister liegen.

Fremdenverkehrsabgabe: Noch ist so eine Abgabe zwar nur eine Idee der Kämmerei, aber der Rat hat immerhin einer Prüfung zugestimmt. „Es ist grundsätzlich Aufgabe der Kämmerei, sich angesichts unserer Haushaltslage über Einnahmenverbesserungen Gedanken zu machen“, sagt Blome dazu, der von einem „denkbaren Mittel“ spricht, wenn die Prüfung ergebe, dass sie Sinn machen, dann werde er sie befürworten. Eine für ihn wichtige Voraussetzung: „Eine Fremdenverkehrsabgabe muss vor allem gerecht sein.“ Mit den Einnahmen sollte, so Blome, die Bad Pyrmont Tourismus gestärkt werden.

Feuerwehrbedarfsplan: Der soll Aufschluss über den Zustand der Freiwilligen Feuerwehr Bad Pyrmont geben und wird von den Freiwilligen mit Spannung erwartet. „Im Entwurf liegt der Bedarfsplan und wird schon bald vorgestellt“, versichert er. Dabei geht es dann auf die schon lange zur Entscheidung anstehende Frage, ob die Ortswehren Bad Pyrmont und Holzhausen eine gemeinsame Feuerwache bekommen. „Aus Sicht der Vernunft macht ein Standort Sinn“, macht das Stadtoberhaupt klar, für den diese Frage eines der Themen für 2017 ist. „Auf jeden Fall dürfen wir dieses Thema nicht auf die lange Bank schieben. Je eher wir die Frage beantworten können desto besser.“

Städtische Bauverwaltung: Die schnellere Abarbeitung von Bauanträgen ist die Erwartung, die Blome beim Dienstantritt des Baudezernenten Matthäus Schmidt geäußert. Heute spricht er davon, das Baudezernat bereits auf „stabilere Füße“ gestellt worden sei, aber noch weitere Schritte zu gehen seien. Von der neuen Software, an der die Mitarbeiter gegenwärtig geschult werden, erhofft er sich eine effektivere Bearbeitung der Vorgänge.

Das Ehrenamt: Erst kürzlich hatte Blome beim Neujahrsempfang der CDU deutliche Worte gefunden und Land und Bund aufgefordert, bessere Voraussetzungen zu schaffen, um Ehrenamtlichen angemessenes Arbeiten zu ermöglichen. Als ein Zeichen der Wertschätzung der Stadt hatte er schon bei seinem Amtsantritt über einen „Tag des Ehrenamtes“ nachgedacht. Geschehen ist bis heute nichts. Blome begründet das vor allem mit praktischen Aspekten. „Alle Ehrenamtlichen Bad Pyrmonts auf einmal einzuladen, wäre sehr schwierig.“ Jetzt denkt er darüber nach, abwechselnd einzelne Aufgabenbereiche zu so einem Tag einzuladen.

Dorferneuerung Pyrmonter Bergdörfer: „Das Thema liegt mir am Herzen“, versichert Blome und berichtet, dass er bei den meisten Dorfbegehungen selber dabei gewesen sei. „Ich werde die Planungen auch weiter begleiten, um deutlich zu machen, das Dorferneuerung keine Alibiveranstaltung ist sonder eine Chance.“ Das Zentrum Bad Pyrmonts als Kurort sei zwar wichtig, aber vernachlässigen dürfe man die Belange der Ortsteile keinesfalls.

Stadtsparkasse Bad Pyrmont: Am 24. Februar übernimmt Blome den Vorsitz des Aufsichtsrates der Bank von Ursula Körtner (CDU), den er für die neue Wahlperiode des Rates für sich beansprucht hatte. „Das ist eine geborne Aufgabe für einen Bürgermeister und auch ich denke, dass diese beiden Funktionen zusammen gehören“, begründet er das, gibt sich aber ansonsten zugeknöpft und bittet um Verständnis, weil er sich zunächst einarbeiten wolle und die allermeisten Vorgänge der Vertraulichkeit unterlägen. Das gilt auch für die Beantwortung der Frage, ob er sich mehr dafür einsetzen werde, dass die Stadtsparkasse wieder einen Teil ihres Gewinns an die Stadt ausschütten werde. Nur so viel sagt er zu diesem: „Man kann die Stadtsparkasse nicht allein an ihrer Gewinnausschüttung messen.“



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