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Nach Sachbeschädigungen steigt der Kontrolldruck

Videoüberwachung im Pyrmonter Schulzentrum?

BAD PYRMONT. Die Liste der Dinge, die offiziell noch nicht identifizierte Täter in letzter Zeit insbesondere im Bereich des Pyrmonter Schulzentrums zerstört haben, wird immer länger. Als erste Konsequenz wird nun der Kontrolldruck durch die Polizei und einen eigens beauftragten Sicherheitsdienst erhöht.

veröffentlicht am 14.06.2019 um 20:41 Uhr

Im Mai kokelten unbekannte Täter das Insektenhotel an. „Wir sind frustriert, ärgerlich und besorgt“, schildert Humboldt-Rektorin Dr. Barbara Conring die Stimmung im Schulzentrum angesichts dieser und anderer systematischer Zerstörungen. Foto: Stadt/p
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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In jüngster Zeit zündeten die Täter ein von Schülern selbst gebautes Insektenhotel an (wir berichteten), brachen ein großes Stück aus einer runden Tischtennisplatte heraus und hoben das Bodenpflaster vor einer Ruhebank. Zuletzt köpften sie vor wenigen Tagen zwei frisch gepflanzte Linden auf dem neu gestalteten Gelände. Die Skateranlage suchten sie ebenfalls heim.

„Wir sind frustriert, ärgerlich und besorgt“, schildert Humboldt-Rektorin Dr. Barbara Conring die Stimmung im Schulzentrum. „Alles, was schon da ist in unserem neuen Schulgarten, wird systematisch zerstört.“Als Urheber der Zerstörungen vermutet sie „Menschen, die sonst nichts zu tun haben und mit ihrer Zeit nichts anzufangen wissen“, wie sie am Donnerstagabend im Schul- und Jugendausschuss sagte, wo das Ärgerthema behandelt wurde.

Aufgrund von ihr zugetragenen Beobachtungen ist Conring sicher, dass die Täter „junge Menschen zwischen 20 und 30 sind, die ihre Schulzeit schon länger hinter sich haben“.

Nicht auszuschließen, dass diese Täter dafür verantwortlich sein werden, falls im Außenbereich des Pyrmonter Schulzentrums irgendwann doch Überwachungskameras installiert werden oder das Areal komplett eingezäunt wird. Aber so weit denken die Täter wohl nicht.

Und ganz so weit möchten es die Politiker noch nicht kommen lassen. Beide Konsequenzen werden sowohl ihnen als auch von der Stadtverwaltung derzeit als letzte Möglichkeiten betrachtet, um dem Vandalismus Einhalt zu gebieten. „Wir können doch nicht unsere Schüler einzäunen“ sagt der Erste Stadtrat Eberhard Weber. „Damit würden wir die offene Kultur im Schulzentrum zerstören.“

Vorerst baut man im Rathaus auf verstärkte Kontrollen des abendlichen Aufenthaltsverbots durch die Polizei und den eigens beauftragten Sicherheitsdienst. In der Hoffnung, dadurch die Attraktivität des Schulzentrums als Versammlungsort für Menschen zu schwächen, die bislang offensichtlich keinen anderen Weg gefunden haben, um ihre Energie und ihren Frust abzubauen, als Dinge zu zerstören. Vielleicht auch in der Absicht, maximale Stärke zu demonstrieren und Aufmerksamkeit zu erzielen. Dass andere Pyrmonter derlei Vandalismus nur als Zeugnis von Armseligkeit und Schwäche deuten, ist ihnen wohl nicht klar.

„Die Polizei ermittelt. Und wir prüfen die Möglichkeiten einer Videoüberwachung in den Abendstunden“, sagt Tobias Honka aus dem Schulamt des Rathauses. Diesen Schritt geht die Politik bislang nicht mit. Sie setzt auf noch engmaschigere Kontrollen. So hofft Heike Beckord (SPD) mit Blick auf ähnliche Phänomene in der Vergangenheit: „Wenn man die Täter erwischt, platzt der Knoten.“



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