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Verträge stehen zur Abstimmung

Verlängerung für Martin Lauffer und Uwe Benkendorff?

BAD PYRMONT. Sie sind Chefs von zwei für Bad Pyrmont wichtigen Unternehmen und haben zumindest eines gemeinsam: Ihre Verträge laufen im kommenden Jahr aus und Pyrmonts Politiker sollen entscheiden, ob sie Martin Lauffer und Uwe Benkendorff in verantwortlicher Position belassen wollen oder nicht.

veröffentlicht am 05.02.2018 um 16:32 Uhr
aktualisiert am 05.02.2018 um 18:35 Uhr

Der Vertrag von Martin Lauffer läuft am 30. Juni nächsten Jahres aus. Der Sparkassenchef würde ihn gerne verlängern. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Lauffer ist Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Bad Pyrmont, Uwe Benkendorff trägt als Geschäftsführer die Verantwortung für die Stadtwerke Bad Pyrmont. Frühzeitig wollen alle Beteiligten wissen, woran sie sind.

Seit dem 1. Januar 2015 leitet der 55 Jahre alte Diplom-Ökonom Benkendorff den kommunalen Energieversorger. Der gebürtige Hannoveraner, der in Hameln aufgewachsen ist, hatte sich seinerzeit gegen 81 Mitbewerber durchgesetzt. Zuvor war er drei Jahre lang Vorstandsmitglieder der Düsseldorfer Stadtwerke. Sein Vertrag läuft am 31. Dezember 2019 aus. „Wir haben aus dem Aufsichtsrat eine Kommission gebildet, die mit Herrn Benkendorff über die Vertragsverlängerung verhandeln wird“, bestätigte der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Uwe Schrader (SPD), entsprechende Informationen dieser Zeitung. Benkendorff wird dabei auf seine erfolgreiche Arbeit hinweisen. Er hatte die Stadtwerke 2016 aus der Verlust- wieder in die Gewinnzone gebracht und konnte 120 000 Euro als Gewinnbeteiligung an die Stadt überweisen. „Wenn der Rahmen stimmt, dann habe ich ein hohes Interesse daran, weiterzumachen, denn ich habe für meine Arbeit bislang viel Rückendeckung vom Aufsichtsrat und den Mitarbeitern erhalten“, sagte er am Montag.

Ich habe ein hohes Interesse daran, weiterzumachen.

Uwe Benkendorff

„Die Situation der Stadtwerke ist zufriedenstellend“, gibt sich Schrader öffentlich zuhaltend, schließlich hat es bislang nur erste Sondierungen gegeben, die konkreten Verhandlungen mit dem Stadtwerkechef beginnen erst. Doch bislang spricht viel für eine Vertragsverlängerun, die am Ende der Verwaltungsausschuss entscheidet.

Uwe Benkendorff leitet die Stadtwerke seit dem 1. Januar 2015 und mag es handfest, wie hier mit einem Stück einer desolaten Wasserleitung. Sein Vertrag läuft bis Ende 2019. Foto Archiv/uk
  • Uwe Benkendorff leitet die Stadtwerke seit dem 1. Januar 2015 und mag es handfest, wie hier mit einem Stück einer desolaten Wasserleitung. Sein Vertrag läuft bis Ende 2019. Foto Archiv/uk

Dagegen ist die zweite Personalie kein Selbstläufer. Martin Lauffers Vertrag als Chef der Stadtsparkasse Bad Pyrmont endet am 30. Juni 2019. „An mir wird es nicht liegen, ich habe noch viel Lust auf Sparkasse“, sagt der 54-jährige Vorsitzende des zweiköpfigen Bankvorstands, der sich ansonsten zu seiner eigenen Personalie nicht äußern möchte. Dabei hat er die erste Hürde bereits genommen. Der Verwaltungsrat – das politisch besetzte Aufsichtsgremium der Sparkasse – hat seiner Vertragsverlängerung bei einer Enthaltung zugestimmt. Doch auch hier hat der Verwaltungsausschuss der Stadt als Trägerin der Bank die Entscheidung. Das soll an diesem Donnerstag geschehen. In dem Ausschuss hat die Gruppe 17 die Mehrheit, in deren Reihen es Kritiker und Befürworter Lauffers gibt. Wie die Gruppe sich am Ende entscheiden wird, steht noch nicht fest. „Wir haben das noch nicht abschließend beraten“, sagte Heike Beckord, Fraktionschefin der SPD, gestern auf Anfrage.

Ich habe noch viel Lust auf Sparkasse

Martin Lauffer

Gleichwohl ließ sie keinen Zweifel daran, dass ihrer Auffassung nach die Stadtsparkasse gut dastehe. „Es sind aber noch Fragen offen, und ich gehe darum nicht davon aus, dass wir die Entscheidung bereits am Donnerstag treffen werden.“

Erklärter Kritiker Lauffers ist Lars Diedrichs. Zwar halte er ihn für einen guten Banker, dennoch habe er in fachlicher Hinsicht Bedenken, denn dessen Agieren in Richtung der politischen Gremien habe in den letzten Jahren Vorbehalte verursacht, so der Fraktionschef des Gruppenmitglieds „Wir für Pyrmont“. „Die Frage, ob und wenn ja, wann die Sparkasse wieder Ausschüttungen wird leisten können, ist meines Erachtens noch nicht ausreichend beantwortet und seine Position zum Thema Fusion ist widersprüchlich.“

Udo Nacke von der CDU, Vorsitzender der größten Fraktion im Rat, hob die seiner persönlichen Meinung nach sehr erfolgreiche Arbeit sowohl Lauffers als auch Benkendorffs hervor. „In der Fraktion werden wird das erst am Mittwoch beraten, aber eine Neubesetzung der Stellen wäre sicher nicht im Interesse der Fraktion und auch nicht im Interesse der Mitarbeiter und Kunden der Unternehmen.“

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