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Katholischer Geistliche muss die Kirchengemeinde St. Georg Ende April verlassen

Vergeblich für Pfarrer Neumann gekämpft

BAD PYRMONT. Nach acht Jahren als katholischer Pfarrer in Bad Pyrmont und Pastor im Pastoralverbund Lippe-Süd muss Winfried Neumann Ende April Bad Pyrmont verlassen. Seine Gemeinde ist von dieser Entscheidung des Erzbistums Paderborn enttäuscht. Sie hätte den Geistlichen gerne behalten.

veröffentlicht am 05.02.2019 um 13:19 Uhr
aktualisiert am 05.02.2019 um 15:50 Uhr

Winfried Neumann ist seit 2010 Pfarrer in Bad Pyrmont. Ende April wird er nach Detmold versetzt. Foto: Archiv/yt
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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„Im Hintergrund steht die weitere Konkretisierung des Pastoralen Raumes Pastoralverbund Südlippe-Pyrmont“, bestätigte Thomas Throenle von der Pressestelle des Erzbischöfliches Generalvikariats in Paderborn diese Entscheidung. Pfarrer Neumann werde nach Detmold wechseln und dort im Pastoralen Raum „Lippe-Detmold“ erneut er als „Pastor im Pastoralverbund“ eingesetzt, so wie es jetzt auch schon in Bad Pyrmont und Lügde geschieht.

„Das ging nicht vor mir aus. Ich hätte mir vorstellen können, in Bad Pyrmont zu bleiben“, sagte Neumann auf Anfrage dieser Zeitung zurückhaltend. Huberta Türich, stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates St. Georg und Vorsitzende des Kirchenchores, wird dafür umso deutlicher: „Pfarrer Neumann wäre gerne hier geblieben. Wir sind sehr, sehr enttäuscht, dass das Erzbistum seine Versetzung beschlossen hat“, stellte sie im Gespräch mit dieser Zeitung fest. „Der Pfarrgemeinderat und der Kirchenvorstand haben gemeinsam dafür gekämpft und sogar einen Brief an Erzbischof Hans-Josef Becker geschrieben, doch ohne Erfolg“, berichtet sie. Eine offizielle Begründung für die Ablehnung der Bitte aus Bad Pyrmont habe es nicht gegeben. Türich nennt die Zusammenarbeit mit Pfarrer Neumann optimal und bescheinigt ihm, als Geistlicher gut auf die Gemeindeglieder einzugehen.

Die Gemeindepastoral sei immer sein Arbeitsschwerpunkt gewesen, heißt es auf der Internetpräsenz „Katholische in Südlippe-Pyrmont“ über Neumann. „Hier geht es mir darum, möglichst viele am Aufbau von Gemeinde zu beteiligen.“ Außerdem sei er in der „Campingkirche“ und in der Pastoral in der Berufs- und Arbeitswelt tätig gewesen und seit 1994 auch als Notfallseelsorger aktiv.

Als Neumann am 10. Oktober 2010 als Nachfolger von Walter Heinrichsrüscher in seine Stelle in Bad Pyrmont eingeführt wurde, da gab es den Pastoralverbund Südlippe-Pyrmont noch nicht, zu dem heute die Gemeinden in Lügde, Horn-Bad Meinberg, Blomberg, Falkenhagen und Bad Pyrmont gehören. Mit etwa 3000 Seelen ist die Pyrmonter Gemeinde St. Georg die größte in diesem seit 2015 bestehenden Verbund.

Bis zu seinem Weggang hatte der Lügder Pfarrer Marc Stücker den Verbund geleitet. Seitdem gibt es mit Pastor Michael Linnenbrink einen kommisarischen Leiter. „Diese Leiterstelle ist ausgeschrieben“, heißt es dazu von Pressesprecher Throenle in Paderborn, „und sie soll so schnell wie möglich besetzt werden.“ Stücker hatte im Mai vergangenen Jahres den Dienst quittiert und das mit Arbeitsüberlastung begründet. Der Pfarrgemeinderat in Lügde sah daraufhin das Konzept des „Priesters als Manager als exemplarisch gescheitert“ an.

Die Leitung des Pastoralen Raumes ist mit der Pfarrei St. Marien in Lüdge verbunden. Und dort soll der Leiter nach Angaben aus Paderborn auch künftig verortet bleiben. Linnenbrink soll ab Mai auch die Stelle in Bad Pyrmont kommissarisch leiten. „Es ist geplant, dass nach Bad Pyrmont ein ,Pastor im Pastoralverbund‘ kommt“, so Throenle. Huberta Huch und andere in ihrer Gemeinde sind skeptisch, dass dies schell geschieht und verweisen auf die seit Mai 2018 vakante Stelle in Lügde. „In dieser Frage hat sich Paderborn bislang sehr bedeckt gehalten“, berichtet sie. Der Frage, ob es schwer sei, angesichts des Priestermangels Pastorenstellen zu besetzen, beantwortete Throenle so: „Derzeit ist nur die Leiterstelle für den Pastoralen Raum Südlippe-Pyrmont vakant.“



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