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Vereine sollen Fördergelder selbst verteilen

Lügde (tk). Der Spielmannszug Elbrinxen bekommt nun doch seinen Zuschuss von der Stadt Lügde. Ebenso fließen dem Spielmannszug Falkenhagen und der Musikschule Lügde 2000 Euro aus städtischen Mittel zu. Das hat der Rat beschlossen.

veröffentlicht am 28.05.2009 um 19:39 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 04:21 Uhr

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Lügde (tk). Der Spielmannszug Elbrinxen bekommt nun doch seinen Zuschuss von der Stadt Lügde. Ebenso fließen dem Spielmannszug Falkenhagen und der Musikschule Lügde 2000 Euro aus städtischen Mittel zu. Das hat der Rat beschlossen.
 Alle drei Vereine hatten dringend Bedarf an neuen Musikinstrumenten angemeldet und um Zuschüsse gebeten. Der Spielmannszug Elbrinxen kalkuliert für den Kauf von fast einem Dutzend Instrumenten bis zu 5500 Euro. Der Spielmannszug Rischenau braucht 6500 Euro, um seine Mitglieder mit Garderobe und Instrumenten auszustatten, die Musikschule erhebt Kosten von rund 8500 Euro für ein Jubiläums-Rock-Konzert und die Anschaffung neuer E-Pianos. Obwohl die Vereine unterschiedliche Fördermengen angaben, entschied sich der Rat, pauschal 2000 Euro auszuzahlen, um keinen Verein zu bevorzugen.
 Aus dem Rat kam im Vorfeld der Wahl der Vorschlag, im nächsten Jahr einen Fördertopf zu beschließen, damit die Politik die vielen Einzelanträge nicht mehr bearbeiten muss. „Mit diesem Pauschaltopf müssen dann alle auskommen, ohne weitere Ansprüche stellen zu können“, beschreibt SPD-Fraktionsvorsitzender Jörg Eickmann die Idee. „Ein solcher Topf hätte den Vorteil, dass die Vereine die Verteilung untereinander selbst regeln müssen“ – schließlich wüssten sie am besten, wer welcher Förderung bedarf. Die Politik sei da fehl am Platz, so Bürgermeister Hubert Scholand.
 Derzeit unterhält der Stadtsportverband eine Pauschal-Fördersumme von rund 17 000 Euro. „Eine solche sollten wir auch für die Kultur auflegen“, sagt Scholand.

30 000 Euro für
den Kulturtopf

 

 Die Musikschule wird jährlich mit 14 000 unterstützt, der Jugendkulturring mit rund 3000. „Außerdem sollten wir darüber nachdenken, den Etat zu erhöhen – er ist seit Jahren nicht mehr angefasst worden“, bemerkt CDU-Stadtverbandschef Dr. Christian Tennie. 25 000 bis 30 000 Euro schweben Scholand als Etat für den Kulturtopf vor, aber sowohl die Höhe, als auch die verwaltende Instanz seien Gegenstand der Politik. „Ob die Politik oder der Jugendkulturring das Geld verwalten, muss vom neuen Rat entschieden werden, wenn es soweit ist.“
 In die Röhre guckt der Schützenverein Falkenhagen. Ein Zuschuss zur Restaurierung der Vereinsfahne lehnte der Rat ab. 2500 Euro soll die Reparatur kosten. Die Schützen wollen im Herbst ihr 50-jähriges Bestehen feiern.

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