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Verdächtige gestehen Tötung eines Pyrmonters

Bad Pyrmont / Paderborn (tis). Eine Traueranzeige ließ gestern die Pyrmonter aufschrecken. Der 34 Jahre alte Alexander G. sei „auf schrecklichste Weise durch fremde Hand aus dem Leben gerissen“ worden, hieß es dort.

veröffentlicht am 03.07.2009 um 19:20 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 23:41 Uhr

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Bad Pyrmont / Paderborn (tis). Eine Traueranzeige ließ gestern die Pyrmonter aufschrecken. Der 34 Jahre alte Alexander G. sei „auf schrecklichste Weise durch fremde Hand aus dem Leben gerissen“ worden, hieß es dort.
 Wie nun bekannt wurde, war der gebürtige Pyrmonter, der schon seit sechs Jahren in Paderborn lebte, dort am 22. Juni einem brutalen Mord zum Opfer gefallen. Die drei mutmaßlichen Täter, ein 20-Jähriger und seine 17 Jahre alte Freundin aus Paderborn sowie ein 17-Jähriger aus dem östlichen Niedersachsen konnte die Mordkommission nun festnehmen. Sie sitzen in Untersuchungshaft.
 Die Leiche von Alexander G. wurde am Mittwoch, 23. Juni, morgens gegen 7 Uhr an einem Regenrückhaltebecken bei Paderborn gefunden. Sie wies schwere Kopfverletzungen auf. Der 34-Jährige hatte in Paderborn in einem betreuten Wohnverhältnis gelebt.
 Ermittlungen der Mordkommission führten bald zu dem Paderborner und seiner Freundin. Bei einer ersten Vernehmung lenkten der junge Mann und seine Freundin den Tatverdacht zunächst auf den 17-Jährigen aus dem östlichen Niedersachsen, mit dem sich das Opfer zur Tatzeit habe treffen wollen. Auch dieser Jugendliche wurde festgenommen. Der 17-Jährige räumte gegenüber der Polizei eine Tatbeteiligung ein, erklärte aber, die Tat nicht allein begangen zu haben. Auch der Paderborner und seine Freundin seien maßgeblich daran beteiligt gewesen.

 In weiteren Vernehmungen sagte das Trio übereinstimmend aus, dass es am Abend des 22. Juni in der Wohnung des 20 Jahre alten Paderborners zu einer Auseinandersetzung gekommen sei. Letztlich, so die Angaben der drei Tatverdächtigen, habe das Verhalten des 34-Jährigen sie so sehr „genervt“, dass sie sich wohl entschlossen, den Mann an eine dunkle und unbeobachtete Stelle außerhalb der Wohnung zu locken und ihn dort mit einer Eisenstange des 20-Jährigen zu erschlagen.
 Das Vorhaben setzten der 20- und der 17-Jährige sowie die junge Frau dann offenbar am Rückhaltebecken auf brutalste Weise in die Tat um. Sie ließen das Opfer, das sie offenbar für tot hielten oder von dem sie glaubten, dass es bald sterben werde, am Tatort liegen. Die Eisenstange sollen sie später in den Fluss Pader geworfen haben.

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