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Schlusskonzert der arche-Reihe mit TenHagen Quartett und Klarinettistin Marion Levesque

Uraufführung mit Stil und Niveau

BAD PYRMONT. Das 36. Premiumkonzert am Sonntagnachmittag beendete die diesjährige Reihe der arche-kammermusik mit einem Ereignishöhepunkt, den es in der Kurstadt bisher wohl noch nicht gegeben hat. Denn auf dem Programm stand mit dem „Quintetto classico op. 32“ ein Werk aus der Feder von Arndt Jubal Mehring, das nicht nur als Uraufführung ein Erlebnis darstellte, sondern durch die exquisite Musikerriege quasi noch geadelt wurde.

veröffentlicht am 19.11.2018 um 18:18 Uhr

Marion Levesque (Mitte) entzückte das Publikum mit ihrer Klarinette, eingerahmt vom TenHagen Quartett. foto: rr
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Autor

Rudi Rudolph Reporter
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Das in Bad Pyrmont jährlich zum Schlusskonzert der arche-Reihe gastierende TenHagen Quartett mit Kathrin ten Hagen (Violine I), Leonie ten Hagen (Violine II), Borge ten Hagen (Viola) und Malte ten Hagen (Violoncello) besticht durch seine intensive und höchst differenzierte Vortragsweise. Durch die starke Ausdruckskraft erhielt Mehrings Werk zusätzliche vitale Impulse, doch hieße das „Quintetto classico“ nicht „Klarinettenquintett“, wäre da nicht eine Klarinette das tragende Instrument.

Speziell der Detmolder Klarinettistin Marion Levesque hatte Arndt Jubal Mehring das Stück gewidmet, und diese verlieh der Komposition das warme und manchmal jubilierende Fundament mit allen Facetten des Instruments. Zudem soll das Quintett die Erinnerung an den Klarinette spielenden Vater Mehrings wachhalten, denn dieser hatte ihm mit den Quintetten von Mozart und Weber die ersten Musikeindrücke vermittelt.

Die vier Sätze der Komposition hat der Komponist an die verschiedenen Charaktere des Holzblasinstrumentes angelehnt, und viele eigene Charakterzüge lassen sich an der Musik ablesen. Da ist im ersten Satz die gut gelaunte Klarinette, im zweiten Satz die als langsamer Walzer mit einem gewissen Ernst daherschreitende, im dritten Satz die eher verträumte Klarinette und im vierten die scherzende, an ein Kinderlied erinnernde Klarinette. In bestem Crossover sind Jazz- und Klezmerelemente integriert sowie klassisch-romantische Zitate eingefügt. Er sei doch etwas aufgeregt, erklärte Arndt Jubal Mehring bei der Vorstellung seines Quintetts, und seine im Publikum befindliche Mutter war es wohl ebenso.

Doch das musikalische Feuerwerk überzeugte und begeisterte die Zuhörer komplett, die sowohl dem Komponisten als auch dem TenHagen Quartett und vor allem der Klarinettensolistin Marion Levesque langanhaltenden Beifall spendeten. Man hatte diesen Höhepunkt in den zweiten Teil des Konzertes gelegt und den Nachmittag zunächst mit dem „Streichquartett op. 130 B-Dur“ von Ludwig van Beethoven eröffnet. Hier konnte das TenHagen Quartett in sechs Sätzen mit großer Virtuosität brillieren, und besonders der fünfte vokal angelegte Satz Cavatina mit der darin enthaltenen Cantilene und das Rondo-Finale, das die ursprünglich einmal vorgesehene „Große Fuge“ ersetzt hatte, wurden vom Publikum mit großer Freude genossen. Den Schlusspunkt eines denkwürdigen letzten Premiumkonzertes bildete traditionsgemäß das gemeinsam gesungene und vom TenHagen Quartett begleitete Pyrmont-Lied „Wo Linden und wo Palmen steh’n“.



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