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Der Neubau des Gymnasiums erfordert eine umfassende Planung

Unterricht in Mobilbauklassen

Bad Pyrmont. Zuerst die Orientierungsstufe, danach der Neubau für das Humboldt-Gymnasium – in dieser Reihenfolge soll das Projekt, das nun schon ein paar Jahre Politiker, Planer, Schüler, Lehrer und Eltern beschäftigt, in Angriff genommen werden. Die Orientierungsstufe soll noch bis Ende dieses Jahres brandschutzsaniert sein, damit sie dann vollständig für den Unterricht des Gymnasiums zur Verfügung steht. Sechs Monate soll das dauern. Das sieht der Zeitplan vor, den Mitarbeiter des von der Stadt beauftragten Projektsteuerers Sikma jetzt dem Bauausschuss vorgestellt haben.

veröffentlicht am 26.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 11:21 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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„Jeder Quadratmeter, den wir nicht bauen müssen, spart uns 1500 Euro“, erläuterte Sikma-Geschäftsführer Dr. Michael Werner einen der Gründe, warum es Sinn mache, die OS in das Neubaukonzept einzubeziehen. „Und durch die vorgezogene Sanierung können wir auch die Zahl der Mobilbauklassen reduzieren“, nannte er einen zweiten Grund. Die werden nämlich für die Dauer der Bauarbeiten als Übergangslösung benötigt, denn geplant sei ein vollständig neues Schulgebäude, so Werner. „Das ist nicht schön, obwohl Mobilbau-Klassen heute schon einen hohen Standard haben, und sie kosten ein paar Euro.“ Gemessen an den Gesamtkosten in Höhe von 11,5 bis 13,2 Millionen Euro für den Neubau und 2 Millionen Euro für die Brandschutzsanierung der Orientierungsstufe exklusive Ausstattung, Berater- und Finanzierungskosten dürfte das nicht weiter ins Gewicht fallen.

Deutlich wurde, dass der Neubau eines Gymnasiums ein hochkomplexer Vorgang ist. Die Stadtverwaltung hätte gerne ein übergeordnetes Energiekonzept über verschiedene Standorte, bei dem der Gesetzgeber auch den Einsatz regenerativer Energien verlangt. Die Inklusion bedarf eines besonderen Augenmerks, damit auch körperlich oder geistig behinderte Schüler im Gymnasium berücksichtigt werden. „Sie können noch warten bis klar ist, wie viele Schüler mit Handicaps angemeldete werden, aber wichtig ist, dass Sie die vorbereiteten Flächen haben“, riet Werner. Auch an die Installation von Funknetzen (Wifi) und modernen Smartboards, die nach und nach die Kreidetafeln ablösen, müssen die Planer denken. „Richtig spannend“ aber sei das Brandschutzkonzept für die OS, so der Sikma-Chef.

Während es einen Zeitplan für die OS gibt, lässt der für das Gymnasium noch auf sich warten. Auch auf Nachfrage dieser Zeitung war Bürgermeisterin Elke Christina Roeder nicht bereit, sich einen Termin für den Beginn der Arbeiten entlocken zu lassen. Zunächst geht es laut Werner darum, einen Architektenwettbewerb auf Basis des erarbeiteten Funktionskonzeptes für den Neubau auszuschreiben. „Wir wollen dabei den Bietern so viel Gestaltungsfreiheit wie möglich überlassen.“

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