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CDU-Ratsfraktion fordert Überarbeitung aller großen Schilder / Malms: „Haben damals gepennt“

Unter Wert verkauft: Kaum Hinweise aufs Schloss

Bad Pyrmont (jl). Auf ihren Wegen durch die Kurstadt werden Touristen und andere Ortsunkundige seit knapp drei Jahren von großen weißen Tafeln geleitet. Doch eine der maßgeblichen Sehenswürdigkeiten fehlt auf den meisten Schildern: das Schloss. Stattdessen steht dort nur „kulturelle Einrichtungen“. Einzig zwei Wegweiser an der Südstraße nennen „Schloss / Museum“ als Ziel. Das möchte die CDU-Ratsfraktion ändern. Nachdem dieser Mangel im Museumsverein schon wiederholt für Unmut sorgte, hat Titus Malms jetzt einen Verbesserungsvorschlag an die Bürgermeisterin geschickt.

veröffentlicht am 15.05.2009 um 19:44 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 05:41 Uhr

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Unterstützt vom Vorstand und Beirat des Museumsvereins fordert er, dass kurzfristig auf alle großen Schilder „Festung / Wasserschloss / Museum“ gedruckt wird. Denn, so der Christdemokrat: „Durch die bislang unzureichende Selbstdarstellung wird der Wert des einmaligen auf der Schlossinsel anzutreffenden Ensembles nicht deutlich genug herausgestellt.“ Die gewünschte Beschriftung hingegen, da ist er sicher, „wird die touristische Sehenswürdigkeit der drei Attraktionen für die Gäste deutlich spannender und erkennbar“ steigern.

„Das wäre ideal“, stimmt ihm Museumsleiter Dr. Dieter Alfter zu. „Die Schildersituation ist wirklich schlecht“. Noch deutlicher wird Marlene Zetzsche beim Blick auf die Tafeln: „Das ist völliger Murks“, findet die Vorsitzende des Museumsvereins. Doch sie sieht noch ein anders Manko: „Ausgeschildert ist nur der große Parkplatz.“ Wer – etwa wegen einer Gehehinderung – direkt zum Schloss wolle, „fährt in die Untere Hauptallee und ist dort verloren“, weil ein Hinweis auf die Parkstraße völlig fehle. Und auf dem Parkplatz an der Südstraße fehle ein Fußgänger-Wegweiser zum Schloss.

Bereits 2006 war Zetzsche über die neue „Zielhinweisbeschilderung“ entsetzt gewesen. Dabei hatte sich die Stadt in Regie des damaligen Bürgermeisters Klaus-Henning Demuth (CDU) die Tafeln gerade rund 80 000 Euro kosten lassen. Aber Zetzsches Protest drang zunächst nicht über den Kreis der Museumsfreunde hinaus.

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Auch Tourismus-Chef Jürgen Drescher fehle es an „vernünftigen Hinweisen“, sagt er. Weshalb er die ausführliche Benennung der Schlossinsel-Attraktionen ebenfalls gutheißt: „Viele Besucher von außerhalb wissen vorher gar nicht, dass wir ein Schloss haben“, weiß er aus Gesprächen in der Tourist-Info.

Warum CDU-Ratsherr Malms den Antrag erst jetzt gestellt hat? „Wir haben damals wohl alle gepennt“, meint er heute. Und wie sieht man die Sache im Rathaus? „Das Ordnungsamt ermittelt gerade die Kosten für eine Ergänzung“, sagt Stadt-Sprecher Wolfgang Siefert. Und Bürgermeisterin Roeder betont: „Alles, was das Schloss noch bekannter macht, beurteilen wir positiv.“

Bisher sind Schloss und Museum nur in der Südstraße ausgeschildert.Foto: jl

Unter Wert verkaufte Attraktion: Das Schloss soll künftig besser aufgeschildert werden, fordert CDU-Ratsherr Titus Malms.

Foto: jhe



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