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Ein paar mehr Gäste beim Jubiläumsball hätte sich die Feuerwehr schon gewünscht

„Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit“

Bad Pyrmont (rr). Für manche fast mitten in der Nacht, jedenfalls aber recht früh am Morgen trafen sich am Sonntag im Hotel Bergkurpark engagierte Feuerwehrleute und viele Vertreter der Politik mit dem stellvertretenden Pyrmonter Bürgermeister Udo Nacke an der Spitze, um im Rahmen eines Kommers den 130. Geburtstag der Pyrmonter Wehr offiziell zu feiern.

veröffentlicht am 24.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 04:41 Uhr

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Dazu waren auch Mitglieder der Pyrmonter Ortswehren angerückt, und besonders wurde positiv vermerkt, dass aus Lügde und der Partnerschaftsstadt Bad Freienwalde Abordnungen erschienen waren und auch die „Spendenbereitschaft“ des Löschzuges 10, der mit 30 Jahren geradezu eine Traditionsabteilung ist. Auch Feuerwehr-Urgestein Hermann Bente sen. (seit 1944 dabei) fehlte nicht.

War die Veranstaltung an sich eine runde Sache, so mischten sich in die Wortbeiträge deutliche Stellungnahmen zur Situation der Feuerwehr in Bad Pyrmont. Ortsbrandmeister Hermann Bente hob besonders das hohe Niveau des Ausbildungsstandards hervor und dankte für die nicht selbstverständlich hohe Zahl Anwesender, „da wir heute Nacht in der Brunnenstraße noch einen Einsatz hatten, wo auf der Spargelmeile eine zeltähnliche Konstruktion brannte.“ Kritisch ging er mit den Pyrmontern ins Gericht, die am Samstagabend beim Jubiläumsball durch Abwesenheit glänzten.

Auch Stadtbrandmeister Jürgen Bitterling ging darauf ein und bemerkte: „Wenn es brennt – wir kommen zu Ihnen, auch wenn Sie nicht zu uns kommen!“ Der Slogan „Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit“ sei schließlich kein leeres Wort, denn Feuerwehrleute investierten viel Zeit in Aus- und Fortbildung, hielten sich physisch und psychisch fit und seien zu jeder Zeit in ihrem Ehrenamt einsatzbereit. So eindrucksvoll ein 130-jähriger Geburtstag sei, so müsse man sich doch fragen, ob es in wiederum 130 Jahren überhaupt noch eine Feuerwehr gebe. Zwar sei man mit der Jugendarbeit auf einem guten Weg, die Frage sei jedoch erlaubt, ob man Jugendliche mit Bürokratie und Erbsenzählerei, etwa bei Wettbewerben, nicht eher verschrecke als anzuziehen.

Jürgen Knoll (re.) aus Bad Freienwalde und seine Kameraden hatte
  • Jürgen Knoll (re.) aus Bad Freienwalde und seine Kameraden hatten eine Gedenktafel als Geschenk für die Gastgeber im Gepäck.

Feuerwehrchef Jürgen Knoll aus Bad Freienwalde überbrachte mit seinen Kameraden den Gastgebern eine große Gedenktafel, und abschließend standen Beförderungen auf dem Programm: Lennart Meier ist nun Oberfeuerwehrmann, Thomas Klose und Uwe Waczynski erhielten die Urkunde zum 1. Hauptfeuerwehrmann.

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