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Neue PN-Serie: Was Neubürger von Bad Pyrmont halten und warum sie sich hier niedergelassen haben

„Uns gefällt das besondere Flair“

Bad Pyrmont. „Ach, so einen hatten wir auch schon mal.“ Gemeint ist die 14 Jahre alte Dackelhündin Ivana. „Hunde verschaffen Kontakte und Kommunikation,“ weiß Brigitte Hehr aus Erfahrung von ihren ausgedehnten Spaziergängen in Bad Pyrmont, die ihr Mann Albert und sie gemeinsam mit der Hündin unternehmen. „Wir wohnen noch nicht so lange hier in dieser reizvollen Stadt und ich bin noch auf der Suche, wo und wie ich meine Interessen in Gruppen oder Aktivitäten unterbringen kann,“ fährt sie fort. Dabei ist Bad Pyrmont dem Ehepaar Hehr nicht unbekannt. Beide, insbesondere Albert Hehr, haben schon einige Kurort Deutschlands kennenlernen können und waren auch schon mehrmals in Bad Pyrmont zur Kur.

veröffentlicht am 25.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 16:41 Uhr

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Autor:

von Klaus Titze
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„Uns hat hier jedes Mal dieses besondere Flair gefallen“, sagt Herr Hehr. „Es ist alles so schön zusammen und nicht so auseinandergerissen. Jede Ecke für sich ist zauberhaft und ansprechend, ob es der Kurpark ist oder die Bäder sind. Sommers wie winters kann man im Zentrum sitzen, Leute schauen und den Tag genießen.“ Besonders gefällt Frau Hehr das Kultur- und Freizeitangebot Bad Pyrmonts. „Es werden unterschiedlichste Dinge angeboten, von Theater über Konzerte, bis hin zum Kino ist alles da. Ich gehe sehr gern tanzen und auch da finde ich, was mein Herz begehrt und ausreichend Möglichkeiten“, schließt sie sich ihrem Mann an. Langeweile komme bei ihnen beiden nicht auf. Und auch ihr auswärtiger Besuch äußere stets begeistert: „Es ist wirklich schön hier.“

Dass man hier in der Stadt gerade auf gesundheitliche Aspekte angesprochen alles zur Verfügung habe, wissen beide aus ihren früheren Wohnorten zu schätzen. Hier könne man alles zu Fuß erreichen. Fast alle Facharztrichtungen seien hier vertreten, Krankenhaus am Ort und den Wochenmarkt und Einkaufsmärkte in der Nähe, so gesehen sei Oesdorf die richtige Wahl gewesen. Denn sowohl in der Nähe von Hamburg, wo sie die meiste Zeit ihres gemeinsamen Lebens verbrachten und auch ihre beiden Söhne großzogen, als auch an der Ostsee hätten sie in kleineren Orten gewohnt. „Wenn man etwas braucht oder mal zum Arzt muss, war man stets aufs Auto angewiesen“, resümiert Albert Hehr in seinem hamburgisch gefärbten Dialekt. Dabei ist er gebürtiger Schwabe, aus der Ulmer Umgebung, kam aber als 14-Jähriger in den Norden. „Wenn man sich in einem Bereich wohlfühlt, nimmt man auch die Gewohnheiten an“, glaubt er. Und dort im Norden habe er dann auch seine Frau kennengelernt und nun seien sie schon 48 Jahre verheiratet. „Da haben wir eine Menge gemeinsam erlebt und deshalb wissen wir auch unser neues Zuhause zu schätzen“, ergänzt Frau Hehr.

„Ich war Maler von Beruf und bei der Stadt Harburg angestellt. Dann erkrankte ich, vermutlich aufgrund der Materialien, mit denen ich zu tun hatte, sodass ich frühzeitig ausscheiden musste. Das war erst einmal ein ganz schöner Einschnitt in mein Leben. Doch dann hat mir meine Tätigkeit als Jugendtrainer einer Fußballmannschaft geholfen. Zudem war ich lange Zeit auch als Schiedsrichter unterwegs. Und hier in Bad Pyrmont habe ich über das Training der Jugend und meine Vorliebe zum Tischtennis auch schon Anschluss gefunden“, erzählt Albert Hehr. „Im Gegensatz zu mir“, sagt seine Frau Brigitte. „Doch darüber mache ich mir keinen Kopf. So lange wohnen wir ja noch nicht hier. Und da ich viel unterwegs bin und inzwischen schon mal in einige Treffen hinein geschnuppert habe, werde ich über kurz oder lang schon etwas finden, dem ich mich dann anschließen kann. Die Leute und die Sache müssen mir liegen, dann klappt’s auch“, ist sie optimistisch. An anderen Orten habe sie, auf die Frage, was sie sich hier zu Anfang gewünscht hätte, erlebt, dass man Neubürger bewusst angesprochen und eingeladen habe. Zum Beispiel zu Rundfahrten, um sie mit der Umgebung vertraut zu machen. Auf diese Weise erfahre man als Neuankömmling eine Art Willkommens-Wertschätzung und erhalte zugleich Kontaktchancen. Dies sei vielleicht eine nachahmenswerte Idee.

Eine schwindende Einwohnerzahl hat der Zensus für Bad Pyrmont ergeben. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit. Weiterhin zieht es Menschen in diese Stadt, nicht nur als Tourist oder Kurgast, sondern dauerhaft. Was ließ sie Bad Pyrmont als neuen Wohnort auswählen? Welche Gründe veranlassten sie zum Umzug? Was hat ihnen beim Ankommen geholfen und was würden sie sich darüber hinaus an ihrem neuen Heimatort wünschen? In einer Serie gehen die Pyrmonter Nachrichten diesen Fragen nach. Heute: Albert und Brigitte Hehr.



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