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Erfahrungen im Ferienjob / Die Staatsbad-Gärtnerei hat bislang sehr gute Erfahrungen gemacht

Unkraut oder nicht?: „Was bunt ist, ist gewollt“

Philipp Karadensky (22) und Anke Reese (19) im Blumenbeet-Einsatz.

veröffentlicht am 30.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 20:41 Uhr

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Fotos: Hei

Bad Pyrmont (Hei). Dort arbeiten, wo andere Leute im Urlaub die schöne Natur genießen: Das trifft nicht nur auf Saisonkräfte an der See zu, sondern auch auf die Gärtner-Kolonne im hiesigen Kurpark. Für einige Wochen gehören dazu auch drei junge Pyrmonter, die als Aushilfskräfte einen Ferienjob beim Staatsbad bekommen haben.

Philipp Karadensky (22), Student, Anke Reese (19), frischgebackene Abiturientin, und Mareike Drescher (19), Schülerin, sind für die Pflege der Beete und Wege im Kurpark zuständig. Eðin luftiger Arbeitsplatz, bei dem brütende Hitze ebenso in Kauf genommen werden muss wie regnerisches Wetter. „Man gewöhnt sich daran, genauso wie an den Muskelkater und das frühe Aufstehen. Aber damit kann ich leben“, betont Philipp.

Der angehende Tontechniker arbeitet zum ersten Mal im Gärtner-Team des Staatsbades, seine Kollegin Anke war schon vor zwei Jahren als Gymnasiastin dabei. Damals hat es ihr so gut gefallen, dass sie sich in diesem Jahr wieder beworben hat, um die Zeit bis zum Beginn ihres Veterinär-Studiums zu überbrücken und sich ein finanzielles Polster dafür zu schaffen.

Sylke Bukowski.
  • Sylke Bukowski.

6,50 Euro pro Stunde mit Lohnsteuerkarte verdienen die Ferienkräfte. Jeden Morgen um 7 Uhr beginnt der Arbeitstag für die beiden. Mareike Drescher dagegen ist lieber nachmittags im Einsatz. „Wir sind da flexibel und gestalten die Arbeitszeiten für die jungen Leute nach ihren Wünschen“, unterstreicht Sylke Bukowski, Technikerin für Garten- und Landschaftsbau und Stellvertreterin von Gärtnermeister Michael Mäkler.

Bewaffnet mit den nötigen Gartengeräten und den Gummihandschuhen fürs Grobe gehen Anke und Philipp von der Gärtnerei in den nahen Park, wo sie von Gärtnergesellen eingewiesen werden.

Die Pausen eingerechnet, sind sie bis Freitagmittag 36 Wochenstunden im Einsatz, überwiegend mit Beetpflege und Unkraut-Bekämpfung beschäftigt. Der Kampf gegen das Wildwuchernde wird im Kurpark nicht chemisch, sondern ausschließlich mechanisch, also mit der Hacke, erledigt. Schon nach kurzer Zeit haben die Ferienjobber gelernt, sich ergonomisch zu bücken, um das Kreuz zu schonen, und auch das Unterscheiden von Zier- und Unkrautpflanzen ging relativ schnell: „Was bunt ist, ist gewollt“, hat Philipp sich als Faustregel gemerkt.

Zahl der gemeldeten Ferienjobs sinkt

Mit Gartenarbeiten waren beide im Elternhaus durch gelegentliches Rasenmähen und Unkrautzupfen konfrontiert, doch hier ist es eine andere Situation: „Oft kommen Schüler mit romantischen naiven Vorstellungen zu uns, um im Kurpark zu arbeiten. Aber man muss wissen, dass es anstrengende körperliche Arbeit ist, und zwar bei Wind und Wetter“, sagt Sylke Bukowski, die aber auch stolz darauf ist, dass bisher keiner vorzeitig aufgegeben hat.

Nicht nur die Schüler oder Studenten profitieren von der Regelung, sondern auch die Gartenabteilung des Staatsbades: „In der Urlaubszeit brauchen wir zusätzliche Arbeitskräfte zur Pflege des Kurparks, und mit den Ferienjobbern haben wir sehr gute Erfahrungen“, unterstreicht Sylke Bukowski. Und Anke Reese ergänzt: „Wir sind ein gutes Team. Und außerdem: Wer hat schon einen so schönen Arbeitsplatz wie diesen Kurpark?“

Betriebe können ihre Ferienjobs übrigens auch in der Pyrmonter Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit melden. Darauf weist die Leiterin Regine Hölscher hin. Sie beobachtet allerdings einen starken Rückgang der gemeldeten Ferienjobs in ihrer Geschäftsstelle. Genaue Zahlen allerdings lägen ihr aber nicht vor. Häufig, sagt Regine Hölscher weiter, würden Ferienjobs heute über Freunde und Bekannte oder per Mundpropaganda an den Mann oder die Frau gebracht.



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