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Warum Eisblöcke in der Regenrinne richtig teuer werden können

Und plötzlich tropfte es ins Rathaus

Bad Pyrmont (jl). Richtig gut zu tun haben derzeit Bad Pyrmonts Dachdecker. „Wir sind fast Tag und Nacht unterwegs, um Dachrinnen vom Eis zu befreien“, sagt Andreas Scheller. Und doch erwies sich sein Einsatz am Pyrmonter Rathaus gestern als echte Herausforderung. „Das ist so verschachtelt gebaut, dass man einige Stellen selbst mit einem großen Hubsteiger nicht erreicht“, sagt der Dachdeckermeister, der sich denn auch gehörig strecken musste, um einige massive Eisblöcke mit der Harke aus einer Regenrinne zu kratzen. Anlass seines Einsatzes war ein Wasserschaden: Weil die Rinne voll war, staute sich das Schmelzwasser, lief dahinter, drang ins Rathausinnere ein und flutete einen Teil des Foyers. Der Schaden dürfte in die Tausende gehen. Als Sofortmaßnahme hatten am Donnerstagabend nur ein paar eilig ausgestellte Wannen und Eimer geholfen.

veröffentlicht am 07.01.2011 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 21:41 Uhr

Mit der Harke schiebt Andreas Scheller die Eisblöcke aus der Dachrinne in greifbare Nähe.  Foto: jl
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Ein grundsätzliches Problem stellt sich allen Dachdeckern, die mit schwerem Gerät zu ihren Einsätzen in luftiger Höhe ausrücken. „Oft ist nur wenig Platz für den Hub-steiger, und dann schimpfen die Leute“, erzählt Andreas Scheller. „Ein Fußgänger hat neulich sogar dagegengetreten.“ Aber der Aufbau der raumgreifenden Apparatur lasse nicht nun einmal nicht vermeiden. So wie gestern Nachmittag im Postweg, wo dicke Eisblöcke von einem Dach zu rutschen drohten. Scheller schätzt: „Wenn die runterkommen, kann es ein Menschenleben kosten.“

Um eine solche akute Gefahr abzuwenden, rückte gestern auch die Pyrmonter Feuerwehr aus. Weil der Hauseigentümer nicht erreichbar war, befreiten die Freiwilligen das Dach eines Geschäftshauses in der Humboldtstraße von seinem Eispanzer.



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