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Und sie können’s noch

Turiya-Revival-Konzert: Nicht nur etwas für ehemalige Fans

BAD PYRMONT. Okay, da hatten sich die vier Oldies wohl einen kleinen Trick einfallen lassen und vor ihrem eigenen Auftritt eine Jugendband platziert, die nicht nur ihre eigenen Fans mitbrachte, sondern auch Familienmitglieder in den Saal des Quäkerhauses lockte.

veröffentlicht am 07.08.2017 um 16:04 Uhr

Zwar keine vier Musketiere, dafür können sie ebenso gekonnt mit ihren muskalischen Werkzeugen umgehen – die vier Turiya bei ihrem Revivalkonzert. Foto: ti
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Autor

Klaus Titze Reporter
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Doch wenn man genauer hinschaute und beobachtete, wer sich so alles vertraut begrüßte, musste schnell seinen ersten Eindruck revidieren. Zu viele schienen begeisterte Musikliebhaber beider Stilrichtungen zu sein, die sich doch sowohl in der Instrumentenauswahl als auch in der Musikrichtung deutlich unterschieden.

Zumindest reduzierten die „Turiyas“ ihre Instrumentenauswahl auf genau vier, zwei Gitarren, die von Zine Tabet und Ralf Gehrung kräftig angeschlagen wurden, ein Kontrabass, den Michael Glubrecht in gewohnt ruhiger Art zupfte, und ein Cajon, das Andreas Vogt ideenreich schnarrend oder trommelnd anschlug. Gleich nach den ersten Tönen kam beim zahlreichen Publikum an: Denen macht es einfach Spaß!

Dabei schien es eher unglaublich zu hören, dass diese „Combo“, wie sie sich selbst nebenbei bezeichnete, seit gut zwei Jahren schwieg. Zwar hatten sie zuvor fünf Jahre lang gemeinsam musiziert und ihre eigenen Kompositionen erklingen lassen, doch bis vor kurzem spielten ihre Instrumente keinen einzigen Ton gemeinsam. „Wir trafen uns erst letzten Montag und haben einmal zusammen geprobt. Und es war wie ein Zauber, als wären wir immer zusammen gewesen“, sagt Ralf Gehring, nach dem Konzert glücklich lächelnd.

Diese Vertrautheit, stimmliche wie spielerische Übernahme bestimmter Songsequenzen, der exakte und scheinbar leichte Wechsel, wer nun die Liedgitarre spielt oder den Rhythmus vorgibt, alles klappte einfach perfekt und wurde vom Publikum mit begeistertem Applaus belohnt. Dabei nahmen sich sowohl Ralf Gehring als auch Zine Tabet kaum etwas in ihrer Virtuosität des Gitarrenspiels, ganz zu schweigen von ihrem stimmlichen Einsatz. Von Blues oder Soul beeinflusst klangen die von ihnen komponierten Lieder, die ideal auch in die Country- und Westernwelt gehören können.

Temperamentvoll riss Zine Tabet mit seinem Gesang das Publikum mit, steigerte mit Ralf Gehring die Gitarrensaiten im Staccato, während von Michael Glubrecht der Bass auch mal mit urig schaurigen Tönen angestrichen wurde, oder Andreas Vogt die Cajon-Töne auch mit seinem Fuß beeinflusste. Derart verspielt und mitreißend blieben Zugabeforderungen weder aus noch ungehört, die schließlich einen musikalisch absolut fröhlichen Abend beschlossen.



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