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Es lebe „SoundCity“

Trotz Brauerei-Absage: Kneipenfestival geht am 20. April weiter

BAD PYRMONT. Das „Bitburger Musikfestival“ ist tot. Es lebe „SoundCity“. Nachdem sich die Bitburger Brauerei völlig aus dem Engagement in Kneipenfestivals zurückgezogen hat, bietet die Künstler- und Eventagentur „OWL-Booking“ nun eine für Bad Pyrmont maßgeschneiderte Lösung für das Kneipenfestival mit Live-Musik.

veröffentlicht am 14.03.2018 um 21:13 Uhr

Das Plakat für das Livemusik-Event präsentieren (v. li. n. re.) Jens Venemann, Stephan Pechmann, Uwe Bock und Stefan Friedrich. Foto: yt
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Carlhermann Schmitt Reporter
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„Wäre das Event in den anderen Städten so gut wie in Bad Pyrmont gelaufen, hätte sich Bitburger nicht zurückgezogen“, haben Stephan Pechmann und Uwe Bock von der Gaststätte „Stephan’s“ erfahren. Sie konnten nun die Stadtsparkasse als Sponsor für das Event gewinnen, das schon einen festen Platz im Bad Pyrmonter Veranstaltungskalender hat.

„Wir sind dabei, unsere Kulturförderung neu zu fokussieren“, erklärte Sparkassenchef Martin Lauffer, dass auch ein Kneipenfestival mit Live-Musik hervorragend ins Portfolio passe, nachdem schon die Schlosshofparty mit einer Top-40-Band das kulturelle Angebot für Jugendliche und Junggebliebene bereichere. Die Idee des Kneipen-Hoppings sei sowieso schon prima, weil sie dazu animiere, die Wunschmusik anzuhören und dabei auch Neues zu entdecken. „Anders als beim Bitburger Festival haben wir eine größere Bandbreite für die Musik abgedeckt, so dass wir mit SoundCity ein breiteres Publikum – vom Alter wie auch vom Musikgeschmack her – ansprechen wollen“, erklärte Lauffer.

Der Vorteil an dem Bad Pyrmonter Konstrukt ist, dass sich nun auch Lokale beteiligen können, die keinen Vertrag mit einer bestimmten Brauerei haben. „So ist beispielsweise das Stövchen hinzu gekommen“, stellt Friedrich die insgesamt acht Lokale vor, die am 20. April mit von der Partie sein werden: Um 19 Uhr geht es los in der „Bahn 19“ und im „BarRock“. Um 20 Uhr beginnt die Party im „Vis-a-Vis“, im „Plan B“ und bei „Stephan’s“. Um 21 Uhr steigt das Hotel „Steigenberger“ und das „C’est la vie“ ein und von 23 bis 3 Uhr lässt es das „Stövchen“ krachen. „Pappschachtel“ und „Container“ sind nicht mehr mit dabei. „Sie sind zu weit vom Schuss“, befand Friedrich, der sich auf die Idee konzentrierte, schnell die Kneipe wechseln zu können.

Dass schon das Bitburger Festival in Bad Pyrmont so gut lief wie in keiner anderen Stadt, lag zum einen an dem dankbaren Publikum. 1600 bis 1800 Festivalbesucher waren Jahr für Jahr in Bad Pyrmont unterwegs. „Das Event im Frühling hatte schon einen ähnlichen Kult-Charakter wie das Abtrinken am 23. Dezember“, konnte Lauffer aus eigener Erfahrung im Familien- und Bekanntenkreis bestätigen. „Zum Erfolg führten es vor allem die Gastronomen hier, die sich selbst mit viel Engagement in das Kneipenfestival einbrachten“, betonte Jens Venemann vom Vorstand der Bad Pyrmonter Stadtsparkasse.

Denen sei es auch zu verdanken, dass das Event mit „SoundCity“ einen Nachfolger gefunden hat. „Nachdem die Brauerei recht kurzfristig ihren Ausstieg bekannt gegeben hat, wandten sich Stephan Pechmann und Uwe Bock von der Gaststätte „Stephan’s“ an mich“, berichtete er. Sie hatten sich auch schon mit anderen Gastronomen in Verbindung gesetzt und abgeklärt, dass das Festival auch weiterhin auf breite Zustimmung stoßen wird.

„Wir werden das Bad Pyrmonter Kneipenfestival ‚SoundCity‘ auf alle Fälle in den nächsten zwei, drei Jahren unterstützen“, versicherte Lauffer, mahnte aber gleich, das Engagement nicht als Dauerauftrag zu verstehen: „Wir sehen unser Engagement als Anschub“, machte er deutlich. Da die Gaststätten sich aber nicht an den Kosten für die Bands beteiligen sollen, wird das Festival aber grundsätzlich nicht ohne Sponsoring auskommen“, machte auch Stefan Friedrich klar. Um SoundCity zu einem Dauerläufer zu machen, wird es nicht ohne Sponsoring gehen. Man wird sich also schnell auf die Suche nach Unterstützern machen müssen.

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