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High-Tech für das Gymnasium

Touch-Display statt Kreide

BAD PYRMONT. Der Neubau des Humboldt-Gymnasiums wird mit 26 Multi-Touch-Displays für 123 000 Euro ausgestattet. Ursprünglich waren einfachere Geräte vorgesehen, die nur die Hälfte gekostet hätten.

veröffentlicht am 18.07.2017 um 13:07 Uhr
aktualisiert am 18.07.2017 um 14:50 Uhr

So soll das fertige Humboldt-Gymnasium aussehen. Foto: Stadt Bad Pyrmont
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Die gute alte Schultafel hat zwar nicht ausgedient, aber sie hat längst digitale Konkurrenz bekommen. die auch in Bad Pyrmont eingesetzt wird. Diese elektronischen Tafeln lassen sich vielfältig einsetzen. Oft mit einem Beamer wird die Bildschirmoberfläche eines Computers auf die Oberfläche der „Tafel“ projiziert. Mit einem speziellen Stift und der erforderlichen Software kann auf dieser Oberfläche geschrieben oder der angeschlossene Computer gesteuert werden. Eigentlich sollte auch der Neubau des Humboldt-Gymnasiums mit 26 dieser digitalen Beamer-Tafeln bestückt werden. Doch jetzt wurde anders entschieden, es gibt etwas Besseres.

Auf Vorschlag der Schule hat sich die Stadt als Schulträger stattdessen dazu entschlossen, 26 Multi-Touch-Displays anzuschaffen. Dabei wird das Bild unmittelbar von einem Bildschirm erzeugt, der ebenfalls mit der Hand gesteuert werden kann. Das hat seinen Preis: Die 75 Zoll (1,90 Zentimeter Diagonale) großen und höhenverstellbaren Displays für den interaktiven Unterricht kosten nahezu das doppelte. Ursprünglich waren 62 000 Euro für Tafeln mit Beamer eingeplant, jetzt werden rund 123 000 Euro für Modelle veranschlagt, die wie ein Computerbildschirm ohne einen Projektor (Beamer) auskommen.

Das hat laut Stadtverwaltung vor allen Dingen Kostengründe. „Ein Beamer ist störungsanfällig und teuer“, sagt Stadtsprecher Wolfgang Siefert. Das betrifft die Lampen, mit denen der Beamer ähnlich wie ein Diaprojektor betrieben wird. Nach etwa durchschnittlich 2000 Betriebsstunden werde eine neue Lampe fällig, die immerhin rund 1000 Euro koste. „Die Max-Born-Realschule hat mit zwei Geräten ohne Beamer gute Erfahrungen gemacht“, sagt Siefert. Mit dem ausgehandelten Stückpreis von rund 4700 Euro für die 26 Exemplare seien Schule und Stadt sehr zufrieden. „Das ist jedenfalls ein Superpreis, der sich durch die geringeren Betriebskosten rechnet.“ Und im Ergebnis sei die Schule damit noch zukunftssicherer aufgestellt. „Damit lässt sich integrativ lernen und integratives Lernen ist intelligentes Lernen“, hebt der Stadtsprecher einen weiteren Vorteil hervor.

Das hat nun auch der Verwaltungsausschuss so gesehen und der zusätzlichen Ausgabe einstimmig zugestimmt. Die Mehrkosten für die Touch-Displays werden laut Stadt durch die nicht benötigte Reserve für Unwägbarkeiten bei den Bodenarbeiten für den Neubau abgedeckt. uk

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