weather-image
Pyrmonter Museum leiht wertvolles 50000-Euro-Gemälde an das Landesmuseum in Detmold aus

Tischbein-Bild ergänzt das Varusjahr in Lippe

Bad Pyrmont (uk). Die Varus-Schlacht ist in diesem Jahr in aller Munde. Genau 2000 Jahre ist es her, dass der römische Statthalter Publius Quinctilius Varus mit drei Legionen von germanischen Stammesverbänden unter der Führung des Cheruskerfürsten Arminius in einen Hinterhalt gelockt und vernichtend geschlagen wird. Gleich drei Ausstellungen – in Kalkriese, Haltern am See und Detmold – befassen sich in diesem Jubiläumsjahr mit der berühmen Schlacht, die als eines der ersten deutschen Ereignisse gilt.

veröffentlicht am 08.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 11:21 Uhr

Museumsleiter Dr. Dieter Alfter mit dem Tischbein-Bild „De
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Und auch das Museum im Schloss in Bad Pyrmont leistet einen kleinen aber bedeutenden Beitrag. Als „äußerst wichtiges Exponat“ stuft jedenfalls der Leiter des Lippischen Landesmuseums, Prof. Dr. Rainer Springhorn, das Bild ein, das als Leihgabe in den nächsten Tagen nach Detmold gebracht wird: „Hermann mit seinen Trophäen nach dem Sieg über Varus“ von Johann Heinrich Tischbein d.Ä., seinerzeit Hofmaler in Kassel.

Ein Kulturgut nationalen Ranges

„Wir haben für das Varusjahr gleich mehrere Anfragen gehabt, ob wir dieses Gemälde ausleihen“, berichtet Museumsleiter Dr. Dieter Alfter. Den Zuschlag haben die Detmolder bekommen, deren Ausstellung sich von Mai bis in den Herbst mit dem Mythos der Hermannsschlacht befasst. „Die waren am schnellsten“, nennt der Museumsleiter den Grund für seine Entscheidung. Eine Anfrage gab es auch aus dem Schloss Arolsen. Dort hängt eine monumentale Ausgabe (285 mal 435 cm) der Hermannsschlacht, die Tischbein im Jahr 1772 für das Schlafzimmer des Fürsten Friedrich von Waldeck-Pyrmont für das Schloss Pyrmont, das als Sommerresidenz diente, gemalt hat. „Damals waren die Historiker der Meinung, dass die Schlacht in der Nähe von Pyrmont, dort wo sich heute der Schiedersee befindet, stattgefunden hat“, so Dr. Alfter.

Die kleinere Ausführung der Hermannsschlacht malte Tischbein bereits 1758. Sie tauchte aber erst 1989 aus Privatbesitz auf und wurde mit Mitteln der Stiftung Niedersachsen als Dauerleihgabe für Bad Pyrmont erworben, denn das Bild gilt als Kulturgut nationalen Ranges, weil damit deutsche Geschichte erstmals im Bild dargestellt wird.

100 000 DM (knapp 50000 Euro) zahlte die Stiftung damals für das 65 mal 83 Zentimeter große Ölgemälde, dass nur hin und wieder im Pyrmonter Schloss ausgestellt wird, wenn es keine Sonderausstellung gibt. Im Zuge der Neugestaltung der Dauerausstellung soll sich das ändern. „Dann wird das Bild auf jeden Fall ständig hier zu sehen sein“, kündigt Dr. Alfter an.

Nicht nur mit dem Tischbein-Bild bereichert Bad Pyrmont die Ausstellung in Detmold. Außerdem werden dorthin auch noch 19 Teile des Pyrmonter Brunnenfundes aus dem Jahr 1 nach Christus – darunter auch die emaillierte Schöpfkelle – ausgeliehen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt