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„Kindergarten plus“ soll Persönlichkeit stärken / Vier- bis Fünfjährige begeistert

Tim und Tula ziehen in Spielkreis ein

Löwensen/Neersen (sbr). Wenn Angelina und ihre Freundinnen plötzlich zum Eimer greifen und laut ihre Wut hinein schreien, Lisa stolz eine bunte Holzperlenkette präsentiert, Adrian und Emily mit ihren Fingerpuppen ganz vertieft ins Rollenspiel sind, die Handpuppen Tim und Tula neuerdings zur Kinderspielkreisgruppe gehören oder Nicole begeistert mit Knete eine „Angsthasenhöhle“ modelliert, dann sind das alles Zeichen dafür, dass in Kinderspielkreis Neersen bereits das Projekt „Kindergarten plus“ erfolgreich durchgeführt wurde. Und bei den Mädchen und Jungen gleichermaßen einen positiven Eindruck hinterlassen hat.

veröffentlicht am 02.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 00:21 Uhr

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„Kindergarten plus ist ein Programm zur Stärkung der kindlichen Persönlichkeit“, erklärt Ricarda Böhnke, Erzieherin in Löwensen und Projekttrainerin im Kinderspielkreis Neersen. „Es richtet sich an vier- bis fünfjährige Kinder in Kindertageseinrichtungen.“ Das Programm besteht aus neun Bausteinen. In einer extra zusammengestellten Gruppe wurde das Projekt in einem Zeitraum von etwa neun Wochen durchgeführt. Zeitgleich fand das vom Bad Pyrmonter Lions Club finanzierte Projekt auch im Kinderspielkreis Löwensen statt. Hier fungierte Martina Moniac, Erzieherin in Neersen, als Trainerin. Im Kinderspielkreis Kleinenberg startet „Kindergarten plus“ voraussichtlich im Spätsommer.

„Kindergarten plus hat das Ziel, die soziale, emotionale und geistige Bildung der Kinder zu stärken und zu fördern“, sagt Kerstin Klus, die begleitende Erzieherin beim Projekt in Neersen. „Jeweils freitags haben wir spielerisch mit den Mädchen und Jungen der beiden Kinderspielkreise zwei Stunden lang die Themen Körper, Sinne, Gefühle, Freundschaft, sowie Grenzen unterschiedlich ausführlich erarbeitet.“ Dazu dienten unter anderem Geschichten, Lieder, Rollenspiele oder Bastelangebote. „Wir haben beispielsweise mit Handabdrücken Pappteller verziert, Angsthasenhöhlen geknetet und Fingerpuppen gebastelt.“ Zur Belohnung gab es nach jedem durchgeführten Modul eine Holzperle, die die Kinder zu einer Perlenkette auffädeln durften. Neben den Kindergartenkindern durften zwei „Hauptpersonen“ an den „Kindergarten plus“-Tagen in keiner der beiden Einrichtung fehlen: die beiden Handpuppen Tim und Tula. „Schade, dass Tim, Tula und Ricarda nicht für immer hier in Neersen bleiben können“, bedauern Adrian und seine Freunde. Für sie waren die „Kindergarten plus“-Vormittage etwas Besonderes im Kinderspielkreisalltag.

„So ist es auch von den Initiatoren angedacht und so wollen wir es auch in den drei Spielkreisen Löwensen, Neersen und Kleinenberg halten: Das „Kindergarten plus“-Programm soll sich positiv auf die Entwicklung der Mädchen und Jungen auswirken, aber nicht zur Alltäglichkeit in unseren Kinderspielkreisen werden“, erklären die Erzieherinnen zu dem von der Universität Lüneburg begleiteten Programm. „Wir beabsichtigen, in zwei Jahren mit den dann vier- und fünfjährigen Kindern das Projekt zu wiederholen.“ Auch diese Kinder sollen die Möglichkeit erhalten, etwas Neues kennenzulernen.

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Angelina und ihre Freundinnen mit dem Wuteimer.

Die „Kindergarten plus“- Gruppe im Spielkreis Neersen zeigt ihre Handpuppen. Fotos: sbr

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