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„Peta“ will Polizei bei der Suche nach dem Täter helfen, der die Katzenbabys ertränkt hat

Tierschützer setzen 1000 Euro Belohnung aus

Bad Pyrmont. Die Tierrechtsorganisation „Peta Deutschland“ hat gestern eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung und Überführung des Täters führen, der die drei Katzenjungen in der Emmer ertränkt hat. „Bitte helfen Sie mit, diese herzlose Tat aufzuklären“, appelliert Judith Pein im Namen von Peta. „Tiere müssen vor derartigen Übergriffen geschützt werden. Wer hilflose Tiere, die sich in seiner Obhut befinden, so kaltblütig tötet, der schreckt möglicherweise auch vor Gewalt an Menschen nicht zurück.“

veröffentlicht am 19.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 15:41 Uhr

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Peta setzt nach eigenen Angaben immer wieder Belohnungen in solchen Fällen aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen. „Dieser Fall in Bad Pyrmont hat aber schon eine besondere Härte“, stufte eine Sprecherin der Organisation die Tat ein. Die schwarze Sporttasche mit den drei toten Katzenbabys, die mit einem Ziegelstein beschwert war, war am Montag von einem Mitarbeiter der Stadtwerke Bad Pyrmont am Wasserkraftwerk an der Saline entdeckt worden. Die Polizei geht davon aus, dass die etwa acht Wochen alten grau-getigerten Jungtiere mit voll ausgewachsenem Fell ertränkt wurden (PN vom Mittwoch).

„Immer wieder werden junge Katzen, die unerwünscht geboren werden, umgebracht, weil verantwortungslose Katzenhalter ihre Tiere nicht kastrieren lassen“, heißt es in einer Erklärung. Die Tötung dieser Katzen ist eine Straftat nach Paragraf 17 Tierschutzgesetz und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Fälle von grausamer Tierquälerei werden laut Peta täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte seien sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus an der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“

Zeugen, die Angaben zur Herkunft der schwarzen Tasche oder den drei ertränkten Katzen machen können, sollten sich telefonisch unter Telefon 0162/8801426 oder per E-Mail an Peta oder direkt bei der Pyrmonter Polizei melden.

Es ist nicht der erste Fall von schwerer Tierquälerei, der sich in Bad Pyrmont ereignet hat. Im Jahr 2009 hatten drei Jugendliche im Alter von 13, 14 und 15 Jahren im Hopfenweg mit einem Igel „Fußball“ gespielt und außerdem versucht, ihn mit einem Feuerzeug anzuzünden. Sie hätten mit dem Tier „Osterräderlauf“ spielen wollen, sagten sie später bei der Polizei aus. Haupttäter war der damals 13-Jährige.uk



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