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„Politik mit Herz und Verstand“

Theodor-Heuss-Medaille in Gold für Walter Dietrichkeit

BAD PYRMONT. Er war über nahezu 30 Jahre lang das prägende Gesicht der FDP in Bad Pyrmont und ist Träger der Goldenen Ehrennadel und der Theodor-Heuss-Medaille in Silber. Nun konnte sich der 87-jährige Walter Dietrichkeit über die Theodor-Heuss-Medaille in Gold freuen.

veröffentlicht am 26.02.2018 um 15:59 Uhr

Walter Dietrichkeit (re.) freut sich mit Oliver Steinwedel, der heute dem Pyrmonter Rat angehört, über die Auszeichnung. Foto: ©FDP
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„Die Bilanz seines ausschließlich kommunalpolitischen Lebens ist nicht nur deshalb beeindruckend, weil er das Ehrenamt nicht nur über einen sehr langen, heute kaum mehr denkbaren Zeitraum bekleidete, sondern vor allem auch, weil seine liberale Politik vor Ort von Herz und Verstand geprägt war“, würdigte der FDP-Kreisvorsitzende Markus Burgdorf anlässlich des Kreisparteitages Dietrichkeits Wirken. 1968 wurde er Mitglied der Liberalen. Nach acht Jahren als Schatzmeister und in mehreren anderen Funktionen in der Partei, übernahm er 1981 den Vorsitz des FDP-Stadtverbandes Bad Pyrmont und führte dieses Ehrenamt bis zur Jahrtausend-Wende ununterbrochen aus. Im selben Jahr wurde er erstmals in den Rat der Stadt Bad Pyrmont gewählt. Er wählte die Finanzen und vor allem Schule, Jugend und Soziales als Schwerpunkt seiner Arbeit. Der Schule galt schon vorher als Elternvertreter sein Engagement. Dem Rat gehörte er nach einer Unterbrechung dann noch einmal von 1991 bis 1996 an.

Als Vorsitzender des FDP-Stadtverbandes setzte Dietrichkeit stark auf die Beteiligung der Mitglieder am gesellschaftlichen Leben in der Stadt, sorgte für eine wirkungsvollere Organisation der Partei und pflegte eine Öffentlichkeitsarbeit. So sorgte er dafür, dass die FDP sich einen Stellenwert und Bekanntheitsgrad auch über den Besuch vieler damaliger Prominenter der FDP-Bundesebene in Bad Pyrmont erarbeitete – so unter anderem der damalige FDP-Bundesvorsitzende Martin Bangemann, Otto Graf Lambsdorff als Wirtschaftsminister und der ehemalige Bundespräsident Walter Scheel, der 1981 schon im Ruhestand – im Kurhotel dem TV-Journalisten Werner Höfer ein Interview gab. Wichtig waren für ihn auch die Kontakte zu den Liberalen in den Partnerstädten Anzio und Freienwalde.

Nach dem Ausscheiden aus dem Rat widmete er sich dem Erstellen einer Chronik der Pyrmonter Liberalen. In dem über 500 Seiten umfassenden Buch berichtet Dietrichkeit über die Arbeit, das Engagement und die Würdigung liberaler Persönlichkeiten in Bad Pyrmont von 1848 bis Ende der 1990er Jahre.

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