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14-köpfiges Ensemble probt derzeit Nestroys Posse

Theater-Companie zerreißt sich für das neue Stück

Bad Pyrmont (Hei). Als Carl-Herbert Braun, Dramaturg und Regisseur der Pyrmonter Theater Companie, bei seinen Recherchen zur neuen Sommerproduktion auch Johann Nestroys Posse „Der Zerrissene“ las, sah er in der Hauptfigur des Herrn von Lips immer wieder den Schauspieler Hans-Jürgen Stockerl vor seinem geistigen Auge.

veröffentlicht am 02.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 23:41 Uhr

Carl-Herbert Braun, Hans-Jürgen Stockerl, Jörg Schade, Timo Wies
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Der Wiener Darsteller, der die Theaterfans zuletzt 2008 als Schnitzlers „Anatol“ in der Beletage des Schlosses beeindruckt hatte, schien ihm die ideale Besetzung für den übersättigten und innerlich zerrissenen „Kapitalisten“.

Und als Jörg Schade diesen Eindruck für sich bestätigte, war beiden klar: „Das spielen wir!“ Denn der Österreicher Johann Nepomuk Nestroy (1801-1862), Spezialist für das komödiantische Wiener Volksstück, stand schon längere Zeit auf der Wunschliste der Pyrmonter Theatermacher. Als sich dann auch noch abzeichnete, dass Arndt Jubal Mehring für den „Zerrissenen“ die Musik zu den Liedtexten schreiben und mit einem Quartett der Musikschule live bei den Aufführungen spielen wird, stand der Realisierung des Projekts nichts mehr im Weg.

Premiere ist am 9. Juli

Ein 14-köpfiges Ensemble, teils bekannte, teils neue Gesichter, die meisten Profis, aber auch einige Laiendarsteller, probt zurzeit unter der Regie von Carl-Herbert Braun intensiv im kleinen Schlosshof.

Neben Stockerl, Schade und Braun sind auch Manfred Ohnoutka und Christiane Schoon dabei, die beide hier bekannt sind. Und auch die Bühnen- und Kostümbildnerin Sabine von Oettingen war bereits mehrfach bei der Companie beschäftigt.

Für Carl-Herbert Braun bietet das Stück eine Fülle von Ideen und Möglichkeiten zu einer lebendigen Inszenierung. „Es ist eine simple Geschichte, aber eine mit Sprachwitz, tragikomischen Figuren und ironischen Brechungen. Es gibt Klamauk, aber auch feinsinnige Betrachtungen über die Menschen. Auf jeden Fall ist Nestroy keinesfalls der lustige Folklore-Onkel, den man oft in ihm sieht.“ Die Sprache, so Braun, sei eine Kunstsprache, kein volkstümliches, sondern ein gehobenes Wienerisch. „Einige altertümelnde Passagen haben wir herausgenommen, aber die Sprache ,einzudeutschen‘, wäre falsch und nähme dem Stück etwas von seiner Authentizität“, betont der Regisseur, der einige kabarettistische Momente und „behutsam“ auch aktuelle Anspielungen eingebaut hat. Premiere ist am 9. Juli um 19.30 Uhr. Danach wird es noch neun weitere Aufführungen geben.



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