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Zwei Festveranstaltungen zum Jubiläumsjahr am 5. und 10. September in Bad Pyrmont

Telemann würde es gefallen

BAD PYRMONT. Vor 250 Jahren starb in Hamburg neben Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel einer der führenden Barockkomponisten: Georg Philipp Telemann. Er war als Komponist, Kapellmeister und Herausgeber tätig und hat die schier unglaubliche Anzahl von über 3600 Werken hinterlassen. Es ist selbstverständlich, dass die Premium-Konzerte der arche-Kammermusik zum Jubiläumsjahr am Sonntag, 10. September, um 17 Uhr, im kleinen Saal des Pyrmonter Konzerthauses dieses Werk auf ihrem Programm haben.

veröffentlicht am 15.08.2017 um 20:37 Uhr

Hanns-Wilfried von Promnitz wird den Festvortrag am Cembalo musikalisch begleiten. Foto: Ania Wagner

Autor:

Gabriele Müller
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Wie hat er das alles bewältigt? Gut möglich, dass seine mindestens sechs Kuraufenthalte in Bad Pyrmont ihm die benötigte Ruhe, Erholung und Inspiration schenkten, die er bei diesem Arbeitspensum benötigte. Telemann dankte Bad Pyrmont und seinem Fürsten Karl August Friedrich zu Waldeck-Pyrmont dies mit den „Scherzi melodichi“, die für jeden Wochentag eine Triosonaten-Suite mit je sieben Sätzen als musikalische Begleitung zum Wassertrinken enthalten.

Es ist selbstverständlich, dass die Premium-Konzerte der arche-Kammermusik zum Jubiläumsjahr am Sonntag, 10. September, um 17 Uhr, im kleinen Saal des Pyrmonter Konzerthauses dieses Werk auf ihrem Programm haben. Das Besondere an diesem Festkonzert ist, dass die ausführenden Künstler, das italienisch-schweizerische Ensemble Symposium mit Eva Saladin (Violine), Simone Laghi (Violine), Marco Lo Cicero (Violone) und Federica Bianchi (Cembalo), bei Brillant-Classics die erste Gesamteinspielung der Scherzi melodichi auf Originalinstrumenten vorgelegt haben. Das Pyrmonter Publikum hat so die Möglichkeit, diese Werke zum ersten Mal in Originalgestalt zu hören.

Dem Hinweis der Pyrmonter Nachrichten und dem Engagement des Heimatbundes Bad Pyrmont und des Museumsvereins im Schloss als Veranstalter ist es zu verdanken, dass zusätzlich zum Festkonzert auch ein hochkarätiger Festvortrag mit musikalischer Rahmung am Dienstag, 5. September, um 19.30 Uhr, in der Beletage des Pyrmonter Schlosses auf den Brettern stattfinden kann, auf dem schon Georg Philipp Telemann gestanden hat: Was hat es mit Telemanns Kuraufenthalten in Bad Pyrmont und seiner „Pyrmonter Kurwoche“ auf sich? Gibt es vielleicht sogar zum Jubiläumsjahr mit dem Erscheinen der ersten umfangreichen Telemann-Biografie wichtige Neuigkeiten für das Verhältnis von Telemann und Bad Pyrmont? Mit Prof. Dr. Friedhelm Brusniak, Universität Würzburg, wurde ein Experte in Sachen Musikgeschichte Waldeck-Pyrmont für diesen Festvortrag gewonnen, der schon 2006 den Telemanngarten im Kurpark einweihte und seitdem durch seine Forschungen Neues zu Telemann entdeckt hat und alle diese Fragen beantworten kann. Mit Hanns-Wilfrid von Promnitz wird am selben Abend ein international tätiger Musiker am Cembalo zu hören sein, der Dirigieren, Klavier, Cello und Komposition studierte und einen ganz persönlichen Bezug zu Telemann hat: Er ist ein Nachfahre in 7. Generation von Erdmann III. Graf von Promnitz, der den jungen Telemann 1704 als Hofcapellmeister in seine Dienste holte. Durch die Zusammenarbeit von Museumsverein im Schloss Pyrmont und Heimatbund Bad Pyrmont, unterstützt durch die Musikbad-Pyrmont Kulturstiftung, arche Kammermusik sowie dank weiterer Sponsoren wurden diese Veranstaltungen im Telemann-Jubiläumsjahr realisiert und setzen im vielseitigen künstlerischen Programm des Staatsbades als kleines Telemann-Festival einen besonderen Akzent im Musikbad Pyrmont.

Das Ensemble Symposium mit Eva Saladin (Violine), Simone Laghi (Violine), Marco Lo Cicero (Violone) und Federica Bianchi (Cembalo). Foto: Ensemble Symposium

Telemann würde es wahrscheinlich gefallen, denn in seiner Widmung der Scherzi melodichi an den Fürsten zu Waldeck-Pyrmont schrieb er 1734: „Freimütig gestehe ich Eurer erlauchten Hoheit, dass ich beim Komponieren dieser kleinen Stücke kein anderes Verlangen hegte als nach dem Ort, der sich rühmt, unter Ihrer Herrschaft zu stehen, und dessen Preis eine halbe Welt aufwiegt.“

Eintrittskarten gibt es jeweils eine Stunde vor den Veranstaltungen (der Festvortrag ist auf 70 Personen beschränkt) zu 10 Euro für den 5. September (Festvortrag mit musikalischer Rahmung) und 20 Euro für den 10. September (Festkonzert). Ein Kombiticket zu 25 Euro für beide Veranstaltungen ist ebenfalls erhältlich.



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