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Aktuell werden bis zu 200 Menschen pro Woche mit Lebensmitteln versorgt / Ärger wegen anonymer Briefe

Tafel sucht händeringend Helfer

Bad Pyrmont. „Mit unseren organisatorischen Abläufen und den räumlichen und technischen Veränderungen sind wir zurzeit sehr zufrieden“, sagt Renate Weede als Vorsitzende der Bad Pyrmonter Tafel den versammelten Mitgliedern und fügt dann konsterniert an: „Allerdings haben wir es im Moment mit einem Briefeschreiber zu tun, der dabei ist, unsere ehrenamtliche Arbeit schlecht zu machen.“ Dabei sei dieser Verfasser so feige, nicht seinen Namen zu nennen; so könne man sich mit ihm auch nicht sachlich auseinandersetzen. „Im Gegenteil gab er auf einem Brief den Namen eines Mitarbeiters von den Stadtwerken an, der überhaupt nichts von dem Schreiben wusste. In einem zweiten Fall bediente sich der Schreiber sogar eines Namens eines bereits verstorbenen Mannes“, entrüstet sich die Vorsitzende. Dabei seien die Schilderungen, die sich vorrangig mit dem organisatorischen Ablauf der Ausgabe beschäftigen, absolut unzutreffend.

veröffentlicht am 20.04.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:54 Uhr

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Autor:

von Klaus Titze
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Bislang seien die Briefe an den Landkreis, an die Stadtverwaltung und an die AIBP versandt worden. Glücklicherweise seien dort aufgeschlossene und über die Arbeit der Tafel informierte Menschen, die diese Briefe sehr wohl einzuordnen wüssten. „Unabhängig davon könne sich jeder von unserer ehrenamtlichen Arbeit ein eigenes Bild machen und uns besuchen. Wir sind jederzeit offen für Gespräche und haben nichts zu verbergen“, macht Weede deutlich.

Ansonsten sei die Tafel mit dem von vielen, auch privaten Unterstützern gesponserten Kühlfahrzeug ein gutes Stück vorangekommen, worüber der gesamte Vorstand noch einmal äußerst dankbar sei. „Es ist auch zunehmend so, dass wir statt Geldspenden direkt Lebensmittel und Verbrauchsgüter von Privatpersonen oder Vereinen erhalten“, schildert Monika Schaub, die Kassenverantwortliche der Tafel. Da sei man allerdings gespalten, denn sicherlich sei es so, dass auch Geldspenden, beispielsweise für die Miete der Räumlichkeiten, benötigt werden. Allerdings dürften sie mit den Geldspenden keine Lebensmittel kaufen. So seien auch Unterstützer stets gern gesehen, die beispielsweise einen Karton mit Lebensmitteln oder mit Drogeriewaren brächten. „Die Lebensmittel sind dann zumeist haltbar, zum Beispiel Öl, Reis, Zucker, Salz. Doch es können durchaus auch Molkereiprodukte sein, da wir ja über eine Kühlmöglichkeit verfügen“, ergänzt Brigitte Schrank als stellvertretende Vorsitzende. Wenn man sich nicht sicher sei, in welcher Form man die Tafel unterstützen könne und welcher Bedarf gerade aktuell bestehe, so gäbe es jeweils montags und mittwochs am Vormittag die Möglichkeit, jemanden von der Tafel in den Ausgaberäumen in der Schellenstraße 31 anzusprechen.

Was jedoch dringend benötigt werde, seien helfende Hände. „Wir sind zwar 31 Mitglieder, doch unmittelbar mit anfassen könnten nur wenige, und so bleibt die wöchentliche Arbeit eben an diesen wenigen hängen“, beschreibt Weede die Situation. Dabei gehe es hauptsächlich um das Sortieren der Waren und Vorbereiten der Ausgabebeutel. „Wir sind eine kleine, aber sehr aufgeschlossene und freundliche Gruppe und wären über Zuwachs sehr glücklich“, betont sie.

Kontakt: Interessierte erreichen die Tafelmitarbeiter unter Telefonn 05281/ 6211922.



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