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800 nicht nur junge Fans haben bei der 18. Pyrmonter „Rock im Schloss“-Auflage ihren Spaß

Supersause mit Musik auch für die ganz Harten

Bad Pyrmont (cg). Gleich Flea, dem Bassisten der „Red Hot Chili Peppers“, war die Gitarre sein verhüllendes Kleidungsstück im Schlosshof. Darunter trug der Gitarrist der kultigen Hamburger Tanzmusik-Band „Le Fly“ nur einen schwarzen Borat-Bikini. Schon beim Betreten der Bühne hatte sein Kurzmantel mit Turnschuhen und den nackten Knien dazwischen die Blicke auf dieses ungewöhnliche Outfit gezogen. Doch neben einem herumtobenden Gorilla und anderen urigen St. Paulianern stehend ging das Publikum mit der groovigen stimmungsgeladenen Musik mit und feierte ausgelassen.

veröffentlicht am 17.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 20:41 Uhr

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„Macht euch locker und nehmt euch alle in die Arme, ist unsere Botschaft“, sagt Le Fly Sänger Schmiddelfinga. Wer will schließlich nicht nach Rio zum Relaxen? Unter den Wartenden auf der Damentoilette herrscht Einigkeit über die mitreißenden Jungs von der Hafenkante. „Le Fly, die waren geil“ und „echt zum Abtanzen“.

Beim 18. „Rock im Schloss“ mit acht Bands rockten und feierten in diesem Jahr 800 Besucher im Schlosshof. 2011 waren es nur knapp 700. „Es war früher voll als im letzten Jahr“, hat auch Veranstalter Philipp Karadensky festgestellt.

Die Münsteraner Band „Aufbau West“ ist unvergleichlich. Durch ihren speziellen Synthesizer-Sound, klare Gitarren-Riffs, das unterstreichende Schlagzeug und die markante Stimme von Sänger Flo haben die Songs einen hohen Wiedererkennungswert und gehen nicht in der Musikmasse unter. Auch auf die deutschen Texte zu hören, lohnt sich. „Die Schnittmenge aus Hip-Hop, Indie und Punk“, nennt Flo die Musik.

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Dicht gedrängt stehen die Fans am Samstagabend bei der 18. Auflage von „Rock im Schloss“ vor der Bühne. Fotos: cg, pr

Eine großartige Bühnenpräsenz und die Stimme des Sängers von „Convince the beast to rock“ empfinden viele Besucher als weiteres Highlight des Musikfestivals.

Bei der letzten Band des Abends wird es echt laut und heavy. Die „Emil Bulls“ haben einen deutlich härteren Sound, als Videos auf ihrer Homepage mutmaßen lassen. Doch wer sie bereits in Hannover live erlebt hat, der weiß, was ihn hier erwartet.

„Das ist das absolute Highlight bei Rock im Schloss in diesem Jahr“, findet Jenny Zakrzewski. „Absolut geil“, befindet Felix Brüggemann, Gitarrist von „Caused by Sparks“, die am frühen Abend auftraten. „Fetzige Gitarren, sehr, sehr guter Sound und ein sehr präzises Schlagzeug“.

Während ein weiblicher Fan in der ersten Reihe zarte Seifenblasen in Richtung der Hardcore-Metal-Musiker auf die Bühne pustet, ruft eine andere aus der Menge: „Ich will ein Kind von euch“. Am nicht nur dank der Konfettikanone explosiven Auftritt der Band ist bemerkenswert , dass man zu Metal offensichtlich auch singen kann, nicht nur schreien muss.

Aber auch die drei lokalen Bands „Caused by Sparks“, „Drei Akkorde Superstars“ und „One Hour“ sowie „Blindtext“ aus Bielefeld mit ruhiger Akustik-Gitarre, hatten ihre Fans. Die Schulband One Hour gefiel Jan Wennemann besonders, denn „die sind so jung“. Mit ihren Cover-Versionen bekannter Rock- und Popsongs waren die Lügder Schüler schon bei Rock am Köterberg aufgetreten. „Die Atmosphäre ist echt super“, sagt Wennemann über die Rockparty.

Und auch Organisator Björn Bruns ist zufrieden. Er findet: „Alles Top, ein großer Erfolg auf ganzer Linie.“

Explosiver Höhepunkt im Schlosshof: Der Auftritt der Hardcore-Metaller „Emil Bulls“ aus München.



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