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Plötzlich ploppt noch eine Option auf

Suche nach Feuerwehr-Standort am falschen Platz?

BAD PYRMONT. Wie umstritten der Gondelteich-Parkplatz als Standort eines Feuerwehrhauses für die Wehren Bad Pyrmont und Holzhausen in der Bevölkerung ist, haben viele empörte Reaktionen gezeigt. Einige Leute sollen bereits die Gründung einer Bürgerinitiative erwogen haben. Aber vielleicht können sie sich die sparen.

veröffentlicht am 13.12.2018 um 22:43 Uhr

Am Abend vor der Ratssitzung kamen die Fraktionen von Gruppe 17 und CDU im Ratsaal zu einer nicht öffentlichen Sitzung zusammen, um sich von der Stadtverwaltung über den Fehler in der Standortsuche informieren zu lassen und um zu beraten, wie damit u
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Am Donnerstag zeigte sich dann im Rat: In Stein gemeißelt scheint der Beschluss des Verwaltungsausschusses (VA) vom 15. November plötzlich nicht mehr. Denn nun ploppt noch ein Standort auf, der vorher übersehen wurde: ein Areal oberhalb der Straße „Auf der Schanze“. Um welche Fläche genau es geht, ließ Bürgermeister Klaus Blome (parteilos) jedoch offen, als er die jüngste Entwicklung durch das Verlesen einer vierseitigen Mitteilung öffentlich machte.

In dem Papier ist die Rede von einer der Verwaltung aufgefallenen „Ungereimtheit“ in dem von der Firma Orgakom im Auftrag der Stadt erstellten Feuerwehrbedarfsplan. Was offenbar erst vor Kurzem auffiel: Das Unternehmen hatte als „Standort Nord“ vor zwei Jahren eine falsche Fläche geprüft. Oberhalb der Straße „Auf der Schanze“ guckten die externen Berater wohl ein zu weit östlich gelegenes Grundstück aus, zwischen Bombergallee und Grenzweg. Mit dem Ergebnis: Standort ungeeignet. Denn von dort aus würde es zu lange dauern, um zum Einsatz ins südliche Holzhausen zu kommen. Die achtminütige Hilfsfrist würde überschritten. Die Erkenntnis, dass ein möglicherweise tatsächlich infrage kommendes Areal im Norden der Stadt dagegen nicht geprüft wurde, öffnet die Standortfrage nun zumindest wieder ein Stück weit. Laut Blome stellte sich die Frage, „ob örtliche Verschiebungen im Bereich Nord andere Ergebnisse zu den Hilfsfristen bringen“. Erste von der Verwaltung veranlasste Orgakom-Berechnungen stellen den jetzt in den Fokus genommenen Standort zwar auch nicht als ideal dar. Laut Blome hat sich an der Einschätzung der Firma somit „nichts geändert“. Der Bürgermeister räumte nun sinngemäß ein, dass die Verwaltung aktuell keine abschließende Einschätzung zu den Chancen des Areals abgeben könne.

Am Gondelteich wird derweil einstweilen weiter geplant. Aber, so Blome: „Daneben wird die Verwaltung in zukünftiger Abstimmung mit der Politik auch weiter schauen wollen, ob der nördliche Bereich der Stadt doch die Chance bietet, dort ein gemeinsames Feuerwehrhaus der Wehren zu errichten“.

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Auf Abstimmung dürften vor allem die Politikern bestehen. Denn sie waren Anfang der Woche von der Entwicklung überrascht worden. Gut unterrichteten Quellen zufolge hatte die Verwaltung da schon Kontakt zum Eigentümer des fraglichen Grundstücks gesucht. Da diese Initiative der Situation im Grunde angemessen war, soll die Empörung einiger Politiker darüber aber schnell abgeflaut sein. Allerdings dürften sie Blome veranlasst haben, im Rat zu betonen, dass die VA-Politiker im November nach seinerzeitigem Kenntnisstand „sachlich richtig“ für den Standort Gondelteich votiert hätten.



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