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Internationale Begegnungen, Diskussionen und kulturelle Höhepunkte bei den Europawochen

Sturm in Europa – Windspiel in Detmold

Detmold. Seit gut zehn Jahren lädt die Stadt Detmold rund um den Europatag, dem 9. Mai, zu internationalen Begegnungen ein. Damit soll für die Idee des gemeinsamen und friedlichen Europas geworben werden. Selten zuvor erschien dabei Europa als Staaten- und Wertegemeinschaft so gefährdet: Worte wie Grexit und Brexit – den möglichen Rauswurf Griechenlands aus dem Euro und den Austritt der Briten aus der EU – gehen um, an nationalen Grenzen werden wieder Kontrollen durchgeführt. Angesichts dieser Entwicklungen sei es wichtig, die Stärken eines geeinten Europas besonders bewusst zu machen, heißt es im Detmolder Rathaus. Erstmals organisiert die Stadt gemeinsam mit Partnern aus Kultur, Sport, Schule und Politik sowie dem Kreis Lippe und dem Büro „Europe direct“ Europawochen: Sie laufen vom 2. bis zum 22. Mai.

veröffentlicht am 22.04.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:54 Uhr

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25 Veranstaltungen und Projekte rund um Europa laden ein, sich zu informieren, zu diskutieren, nachzudenken und mitzumachen. Dabei steht das Jubiläum der Städtepartnerschaft im Mittelpunkt, das vor Augen führt, was Europa auszeichnet: Bereits seit 40 Jahren verbindet das belgische Hasselt und Detmold eine Band – vor zwei Generationen hatten Belgier und Deutsche im Krieg noch einander gegenübergestanden. „Belgien/Deutschland – nicht immer Freunde“ ist der Titel eines Rückblicks auf die Beziehungen von Stadtarchivarin Dr. Bärbel Sunderbrink am Mittwoch, 4. Mai, ab 19 Uhr in den Räumen des Vereins Ressource (Allee 11). Es wird auch ein Abendessen angeboten; die Teilnahme kostet 20 Euro; Anmeldung unter Telefon 05231/ 977-454 oder per E-Mail an

a.illers@detmold.de.

„Wege nach Europa – eine Spurensuche“ heißt es am Freitag, 6. Mai, ab 16 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses. Jannis Panagiotidis, Juniorprofessur Migration und Integration der Russlanddeutschen von der Universität Osnabrück, schaut auf den Zuzug von rund drei Millionen Spätaussiedlern aus Polen, Rumänien und insbesondere Russland in den 1990er Jahren nach Deutschland. Und er fragt, wie sich Europa künftig in der Asylfrage aufstellt. Am Abend gibt es zwei musikalische Höhepunkte: Der Musiker und Komponist Pierre Sauvageot dirigiert von 18 bis 22 Uhr auf dem Open-Air-Gelände Hangar 21 den Wind. Er fügt Windharfen und Glockenspiele, Klangschalen, Trommeln, Celli und balinesische Flöten aneinander – Hunderte Instrumente, in deren Saiten, Ventilen, Membranen der Wind spielt. Mit einem Konzert aus vielen Klangfarben fächern die Musikschüler ab 18.30 Uhr in der Alten Schule am Wall die Vielfalt in der Musik Europas auf.

Das vollständige Programm der Europawochen ist im Internet unter www.detmold.de verfügbar, es liegt außerdem in vielen öffentlichen Einrichtungen in der Stadt aus.red

Viel Vorarbeit: die Organisatoren der Europawochen. Foto: pr



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