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Feuerwehren räumen schwelendes Holzpelletlager eines Einfamilienhauses in Holzhausen

Stundenlang im Einsatz

Bad Pyrmont. Als am Montag gegen kurz nach 10 Uhr der Alarm auflief, da wussten Stadtbrandmeister Maik Gödeke und seine Feuerwehrleute noch nicht, dass ihnen ein stundenlanger Einsatz bevorsteht. In einem Einfamilienhaus in der Straße „Im Windfang“ in Holzhausen waren Holzpellets in Brand geraten. Die konnten nicht einfach abgelöscht sondern mussten mühsam aus dem bis unter die Decke gefüllten Lager geholt werden.

veröffentlicht am 03.08.2015 um 15:40 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 22:21 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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Die Bewohner des Hauses sind zurzeit im Urlaub, wurden aber am Montagabend zurück erwartete. Eine Nachbarin kümmert sich in deren Abwesenheit um das Gebäude. Sie war es auch, die am Montagmorgen in dem Gebäude den Rauchgeruch festgestellt hat. Zunächst war die zuständige Feuerwehr Holzhausen vor Ort, dazu die Drehleiter aus Bad Pyrmont. Doch schnell stellte sich heraus, dass es mit Löschen nicht getan war. „Die Pellets würden aufquellen, sich verdichten, nachrutschen und wir wüssten gar nicht, ob das Löschwasser auch zu allen Brandnestern gelangen würde“, so Gödeke, der die Einsatzleitung übernahm. Also entschied er, dass das Lager geräumt wird und forderte zusätzlich die Wehren Löwensen und Thal an, dazu den Gerätewagen der Feuerwehrtechnischen Zentrale aus Kirchohsen, der die Atemschutzversorgung sicher stellte, denn darauf waren die Feuerwehrleute bei ihrer Arbeit angewiesen. Außerdem hielt sich die Besatzung eines DRK-Rettungswagens sicherheitshalber in Bereitschaft. Gut 60 Kräfte waren in Holhausen vor Ort.

„Das Brennstofflager ist erst von wenigen Wochen aufgefüllt worden“, berichtete ein Nachbar. Fünf bis sechs Kubikmeter des Heizstoffes, so hieß es, seien dort gelagert. Anfangs machten sich die Feuerwehrleute daran, die Pellets von Hand aus dem Keller zu holen und in eine Mulde vor dem Haus zu kippen. Als klar wurde, dass dies viel zu lange dauern würde, besorgten sie sich ein Getreidegebläse. Und trotzdem dauerte der Einsatz am Nachmittag noch an.

Die Polizei geht bei der Brandursache von einem technischen Defekt aus. Näheres war nicht in Erfahrung zu bringen. Holzpellet-Heizungen sind seit einigen Jahren eine Alternative zu Öl- und Gasheizungen. Neben Vorteilen bei der Kohlendioxidbilanz hoffen die Nutzer auf niedrigere Heizkosten. Fachleute halten eine Selbstentzündung von Pellets für ausgeschlossen. Wenn sich Holzpellets entzünden, sei eher von einem nicht optimalen technischen Ablauf in der Heizungsanlage auszugehen.

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Für Maik Gödeke und seine Kameraden war dieser Brand jedenfalls eine neue Erfahrung. „Es war für uns der erste Einsatz dieser Art“, bestätigte der Stadtbrandmeister.

Ende bleibt eine feuchte Masse: Mit einem Getreidegebläse wurden die Pellets aus dem Keller in Containermulden gesaugt, wo sie von Feuerwehrleuten abgelöscht wurden.uk

Fast 60 Feuerwehrleute kamen in Holzhausen zum Einsatz. In den Pausen wurden sie verpflegt und besonders war Wasser gefragt.uk



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