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Die Sanierung des Humboldt-Gymnasiums beschäftigte erneut den Rat

Streit gipfelt in Rücktrittsforderung

Bad Pyrmont (uk). Die CDU hat Bürgermeisterin Elke Christina Roeder im Rat wegen der Planungskosten für die Sanierung des Humboldt- Gymnasiums heftig kritisiert. „Sie haben sich in die Vertragsvereinbarung mit dem Büro in Hannover reinpressen lassen“, so der neue Fraktionsvorsitzende Udo Nacke.

veröffentlicht am 05.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 03:21 Uhr

Udo Nacke
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Das Rechnungsprüfungsamt der Stadt, so Nacke, habe bestätigt, dass die Planungskosten auf gut eine halbe Million Euro angestiegen seien. „Das ist das Doppelte der bisherigen Summe.“

Ohnehin sei die ganze Angelegenheit bislang „ein einziges Desaster“, stellte der CDU-Chef fest. Dass die Arbeiten nun innerhalb eines Jahres erledigt werden sollen, lasse erhebliche Einschränkungen für den Schulbetrieb erwarten. „Wir sehen hier ein großes Problem“, so Nacke.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Watermann reagierte gelassen: „Was Sie hier vorbringen, ist alles nicht neu. Wenn die Mehrheit des Rates das so entschieden hat, dann muss man lernen, das irgendwann einmal zu akzeptieren.“ Die höheren Kosten hätten auch etwas mit gestiegenen Fachleistungen zu tun.

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U. Watermann

Roeder wies darauf hin, dass mit der Arbeitsgemeinschaft ein Vertrag mit einer unveränderten Obergrenze von 2,5 Millionen Euro Kosten abgeschlossen worden sei und verteidigte die Planungskosten, die sie auf einen Anteil von 16 Prozent bezifferte. „Und das ist absolut normal.“

Ursula Körtner (CDU) verlangte „zeitnah“ eine Antwort auf die Frage, wo denn dann bei den Arbeiten abgespeckt werden müsse, da dafür ja weniger Geld zur Verfügung stehe. Außerdem wolle sie wissen, wer die logistischen Abläufe plane, um einen störungsfreien Schulbetrieb zu garantieren.

„Wenn wir so falsch liegen, dann können Sie uns das ja im Jahr 2011 – dem Wahljahr – aufs Butterbrot schmieren“, schlug Martina Tigges-Friedrichs (FDP) der CDU vor.

Am schärfsten griff Kurt-Heinz Zühlke (CDU) die Bürgermeisterin an. „Sie haben die Interessen der Stadt sehr, sehr schlecht vertreten und eine halbe Million Euro Steuergelder versemmelt“, sagte er und fordere sie auf, über ihren Rücktritt nachzudenken. Zühlke steht mit seiner Forderung aber offenbar alleine da. Fraktionsmeinung sei das nicht, bestätigte Nacke auf Nachfrage der PN.



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