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Was Bad Pyrmont in den fünfziger und sechziger Jahren ausmachte / Alfter und Warnecke stellen neues Buch vor

Streifzug durch die Wirtschaftswunder-Zeit

Bad Pyrmont. Als Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg langsam wieder aufatmete, nahm auch im nahezu unzerstörten Bad Pyrmont der Kurbetrieb erneut an Fahrt auf und konnte an die Glanzzeiten der 20er und 30er Jahre anknüpfen. So gehörte der Aufschwung der Nachkriegszeit aus wirtschaftlicher Sicht rückblickend mit zum Besten, was einem Kurort passieren kann: viele Gäste, volle Hotels und ein ständig wachsender Kulturbetrieb.

veröffentlicht am 13.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 20:21 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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In der Erinnerung daran können die Pyrmonter jetzt in einem „öffentlichen Fotoalbum“ blättern. Soeben ist im Sutton-Verlag ein historischer Bildband von Museumsleiter Dr. Dieter Alfter und seinem Mitarbeiter Wolfgang Warnecke erschienen: Das Buch „Bad Pyrmont in den Fünfziger- und Sechzigerjahren“ nimmt die Leser auf 128 reich illustrierten Seiten mit auf einen historischen Streifzug durch die Nachkriegsjahre, als Bad Pyrmont zu den bedeutendsten Kurorten Deutschlands zählte und die Menschen nach entbehrungsreichen und angsterfüllten Jahren endlich wieder das Leben genießen wollten.

158 Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus dem Fundus des Museums und des Staatsbades dokumentieren den wieder aufstrebenden Kurbetrieb, die flanierenden Menschen auf der Hauptallee und im Kurpark, die bis zum letzten Platz besetzten Stühle vor dem Musikpavillon, wo Mario Traversa und sein Orchester die Gäste beim Kurkonzert unterhielten.

Die Bilder zeigen historische Bauten wie Wandelhalle, Konzerthaus oder Bahnhof, wie sie damals aussahen. Sie legen aber auch Zeugnis ab vom Arbeitsalltag vieler Pyrmonter, die sich zum Beispiel in der Moorküche, bei der Trinkausgabe oder im Kurdienst um das Wohl der Gäste kümmerten. Einmalige Aufnahmen dokumentieren zudem den Alltag und das dörfliche Leben in Holzhausen.

„Wir konnten bei der Vorbereitung dieses Bildbandes auf viele schöne historische Fotos zurückgreifen, etwa aus den Sammlungen Dr. Paul Tschernay, Adolf Frost oder von der Fotografen Richard Schüler und Heinrich Mehring. Es sind einzigartige Dokumente, die sich auch fototechnisch sehr gut zur Veröffentlichung eignen“, betonte Alfter bei der Vorstellung des Buches in der Beletage.

Dass auch die Pyrmonter Jugend der 60er Jahre im Bild festgehalten wurde, ist Heinrich Mehring zu verdanken. Der heute in Bergisch Gladbach lebende Fotograf besuchte als Schüler das hiesige Gymnasium. Dort fotografierte er seine Schulkameraden. Später dann nutzte er die Kurstadt-Kulisse für Modeaufnahmen, die noch heute den Geist der „Swinging Sixties“ lebendig werden lassen.

Der Kontakt zum Sutton-Verlag ergab sich, weil Wolfgang Warnecke vor Jahren beim gleichen Verlag in der Reihe „Archivbilder“ bereits den Bildband „Bad Pyrmont“ veröffentlicht hatte. „Bad Pyrmont in den Fünfziger- und Sechzigerjahren“ ist zum Preis von 19,99 Euro in den Buchhandlungen Heuer und im Museum erhältlich (ISBN: 978-3-95400-462-1).



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