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Nachbar wirft Stadt Untätigkeit vor

Stinkende Müllsäcke sorgen für Ärger

BAD PYRMONT. Auch auf dem eigenen Grundstück kann man nicht tun und lassen, was man will. Zum Beispiel immer wieder größere Mengen Müll in Säcken über einen längern Zeitraum lagern. Doch im Zentrum von Bad Pyrmont ist möglicheweise genau das seit Monaten geschehen, ohne dass die Stadt eingeschritten ist.

veröffentlicht am 02.01.2018 um 13:37 Uhr
aktualisiert am 02.01.2018 um 19:20 Uhr

Dieter Rohde ist fassungslos angesichts der Müllsäcke, die direkt neben seinem Grundstück liegen. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Das jedenfalls wirft Dieter Rohde der Verwaltung vor, der diesen Zustand auf dem Nachbargrundstück eines Mehrfamilienhauses beobachten muss. „Es ist ganz schlimm. Es riecht nach Fäkalien und Abfall. Das ist ekelig und abstoßend“, beschreibt der Rentner die Situation. „Ein zumutbares Maß ist überschritten, inzwischen gibt es dort Ungeziefer, Ratten, Mäuse, Marder und einen Pilzteppich.“ Rohde erwähnt dies nicht von ungefähr, denn er weiß mittlerweile, dass er damit das Ortsrecht auf seiner Seite hat, das die Stadt zur Gefahrenabwehr verpflichtet. Deutlich zu sehen ist, dass Tiere an den Müllsäcken Spuren hinterlassen haben. Einige Säcke sind aufgerissen. Daneben stehen bis zum Rand gefüllte Mülltonnen, die offenbar nicht für die Hinterlassenschaften der Hausbewohner reichen.

Am 7. Dezember hatte Rohde in einem Brief an Bürgermeister Klaus Blome die Zustände geschildert und um Mitteilung über das Vorgehen der Stadt gebeten, denn das Ordnungsamt habe keine Bereitschaft erkennen lassen, dem Hauseigentümer Auflagen zu erteilen, betont er. „Wörtlich wurde mir schon 2016 erklärt, dass die Stadt keine Handhabe habe, dagegen vorzugehen.“

Eine Antwort auf seinen Brief bekam Rohde erst einmal nicht. Erst nachdem sich die Pyrmonter Nachrichten der Sache annahmen, meldete sich die Stadt bei ihm und entschuldigte sich für die Verzögerung, die mit den Weihnachtsfeiertagen begründet wird. Untätig sei man aber nicht gewesen und Herr Rohde sei bereits im November mündlich über die geplanten Schritte informiert worden. Laut Stadt ist der Grundstückseigentümer mündlich Ende November und schriftlich am 12. Dezember aufgefordert worden, den Müll fachgerecht zu entsorgen. „Da das bis zum Jahresende nicht geschehen ist, haben wir ihm eine Frist unter Androhung eines Ordnungsgeldes gesetzt“, teilte Stadtsprecher Wolfgang Siefert auf Anfrage mit. „Wenn sich trotzdem nichts tut, wird der Bauhof sich darum kümmern – natürlich auf Kosten des Eigentümers.“

Der zeigt mittlerweile offenbar Einsehen. Er hat laut Stadt bei der Kreisabfallwirtschaft einen größeren Müllbehälter beantragt. „Er ist am 29. Dezember noch einmal eindringlich aufgefordert worden, sich am 2. Januar mit der Kreisabfallwirtschaft in Hameln in Verbindung zu setzen und sicherzustellen, dass der Müll nunmehr kurzfristig entsorgt wird.“

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