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Was Christoph Burkhardt mit dem Projektchor aus Oesdorf und Falkenhagen samt Orchester auf die Beine stellt

Stimmstark, begeistert – und überzeugend

Bad Pyrmont. Pastorin Bettina Burkhardt machte es am Samstag den Besuchern der St. Petri-Abendmusik erneut bewusst: Die Oesdorfer Gemeinde hat seit dem Weggang von Rebecca Ferydoni keinen hauptamtlichen Kantor und Organisten mehr. Doch das Konzert bewies eindrucksvoll, dass die Musikhungrigen dennoch nicht darben müssen, weil sich engagierte Sänger, Instrumentalisten und ein Chorleiter zusammengetan haben: Zum wiederholten Male waren der St. Petri-Chor und der Ökumenische Singkreis Falkenhagen Partner. Dazu spielte ein Orchester mit Studierenden der Musikhochschule Detmold. Geleitet wurde die Aufführung von Kantor Christoph Burkhardt.

veröffentlicht am 10.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 14:21 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Es war ein qualitativ hochwertiges Konzert – und nicht nur das: Die Begeisterung und Musizierfreude der Mitwirkenden war deutlich zu spüren und verlieh dem frühen Abend in der Kirche eine schöne, harmonische Atmosphäre.

Die Besucher hörten manches vertraute Werk – und sei es die bekannte Trompetenfanfare der Eurovisions-Übertragungen, die dem Te Deum von Marc-Antoine Charpentier (1643-1704) entstammt, oder das festlich gestimmte, melodische „Air“ für Streicher und Continuo aus der Orchestersuite Nr. 3 in D-Dur von Johann Sebastian Bach. Auch die strahlend klingende Kantate „Jesus bleibet meine Freude“ von 1723 ist eins der beliebtesten Werke des Thomaskantors, oft bearbeitet und neu arrangiert. Doch: „Wir musizieren die Originalfassung mit Chor und Orchester“, versprach Christoph Burkhardt in einem kleinen Programmführer. Diese Erläuterungen zu den Werken waren eine gute Idee. So konnten zum Beispiel auch Zuhörer, die Bachs „Kunst der Fuge“ nicht in allen Einzelheiten kennen, den plötzlichen Abbruch der „Fuga a 4 Soggetti“ verstehen, die Bach am Lebensende nicht mehr vollenden konnte.

Hier wie auch in den anderen Stücken zeigte sich Christoph Burkhardt als behutsamer, doch bei Bedarf auch energischer Dirigent, der den Mitwirkenden selbst schwierige Interpretationen abverlangte, wie die vier- bis sechsstimmigen Motetten von Heinrich Schütz.

Der Chor in doppelter Klangfülle zeigte in der hervorragenden Akustik der Kirche enorme stimmliche Präsenz, und das Orchester, das zwischendurch auch reine Instrumentalstücke spielte, war sehr gut besetzt.

Für zwei besonders schöne Kirchensonaten in C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart gab es die ersten zaghaften Beifalls-Äußerungen. Doch weil viele Besucher unsicher sind, ob das in einer Kirche angebracht ist, wurde erst zum Schluss kräftig applaudiert. Als Zugabe hörte das Publikum noch einmal das, was den Kern des Abends wohl am deutlichsten traf: „Jesus bleibet meine Freude“.

Die zweite Aufführung des Konzerts folgte am Sonntag in der Klosterkirche Falkenhagen. Ein passendes Geburtstagsgeschenk für den ökumenischen Singkreis, der damit sein 20-jähriges Bestehen feierte.

Hoher Anspruch, eingelöst: Falkenhagens Kantor Christoph Burkhardt dirigiert das große Ensemble in der St.-Petri-Kirche. Ein weiteres Konzert folgte gestern in Falkenhagens Klosterkirche. Hei



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