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Coverband rockt den Schlosshof und begeistert bei herrlichem Sommerwetter 700 Fans

„Still Collins“ wie der Meister selbst

Bad Pyrmont. Sie betreten die Bühne im Pyrmonter Schlosshof wie einst die Musiker von „Genesis“ – Schritt für Schritt hintereinander zu den Klängen von „I can’t dance“. Und so könnte auch die Hymne der Männer lauten, die sich dereinst in Rockschuppen austobten, als diese noch keine „Diskotheken“ waren, in denen Fox zum Tanzstil der Wahl und für viele der Qual avancierte. Und mit diesem Song von „Genesis“ eröffnet „Still Collins“ seine Hommage an die begnadete Band um ihre Sänger Phil Collins und Peter Gabriel bei ihrem Auftritt in der Kurstadt. Gut 700 Gäste feiern unter freiem Himmel die Cover-Band, die nicht nur ganz hochkarätige Musik abliefert, sondern mit ihrer Bühnenshow die Atmosphäre jener Zeit wieder aufleben lässt.

veröffentlicht am 19.08.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 19:41 Uhr

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Autor:

Carlhermann Schmitt Und Hans-Joachim Weiß
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Aber es dauert, bis der Funke zum bunt gemischten Pyrmonter Publikum überspringt. Die älteren Herren unter den Zuhörern zeigen zwar, dass sie immer noch nicht tanzen können, aber zu Stücken wie „Easy Lover“, „Follow you, Follow me“ oder „Jesus he knows me“ eine deutlich bessere Figur machen, als so manche aufgeputschten Zappelphilippe, die mit Housemusik sozialisiert worden sind.

Aber längst nicht alle, die sich am Samstagabend bei angenehmen sommerlichen Temperaturen im Pyrmonter Schlosshof eingefunden haben, können sich an die Zeit erinnern, in der „Genesis“ den Musikgeschmack mitprägte und die Rockmusik gemeinsam mit „Yes“ und „Emerson, Lake and Palmer“ auf ein akademisches Niveau hievte. Aber keiner der Anwesenden kann sich der Faszination entziehen, die von dieser Musik ausgeht. Und genau das ist das Kompliment an die Coverband „Still Collins“ mit ihren virtuosen Musikern Meike Anlauff (Backgroundgesang)

Uli Opfergelt (Gitarre), Christoph Wüllner und Wolfgang Braun (Keyboards und Backgroundgesang), Markus Hartmann (Bass) und Martin Littfinski (Schlagzeug). Und allen voran Sänger Sven Komp, der einst von einer Fußball-Karriere träumte und dann entdeckt, dass seine Stimme der von Phil Colins zum Verwechseln ähnelt.

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  • Eine Stimme wie Phil Collins: „Still-Collins“-Sänger Sven Komp.

Nach der Pause, als die Band zu rockigeren Titeln greift, Komp die Pyrmonter Fans immer wieder mit „meine Schwestern und Brüder“ anspricht und zur Bühne lockt, springt der Funke endgültig auf das Publikum über. Das hatte zunächst mehr oder weniger unbeteiligt „Sledgehammer“ oder „Can’t hurry love“ konsumiert, sich aber durch Stücke wie „Mama“ auch ergriffen gezeigt. Im Stehen, denn Sitzgelegenheiten waren Mangelware, an diesem Abend im Schlosshof.

Sven Komp aber begeistert dabei nicht nur mit seinen Gesangsqualitäten, sondern auch immer wieder mit seiner Bühnenpräsenz. Er braucht nicht die großen Gesten, um das Publikum mitzunehmen. Ganz wie der Meister und Vorbild Phil Collins genügt er selbst. Lässig mit dem Mikrofon in der Hand auf der Bühne stehend reicht ihm eine kleine Bewegung, um seine Zuhörer zu führen, sodass selbst die hübschen Backgroundsängerinnen nicht in der Lage sind, vom Spiel zwischen „Chef“ Komp und seinen Fans abzulenken. Das Publikum taucht ein „In the Air tonight“. Und so wird aus dem Konzert für alle Besucher „Another Day in Paradise“.



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