weather-image
20°
Alle unter einem Dach vereint

Stiftung soll größere Vorhaben finanzieren

BAD PYRMONT. Ob die Stelle einer Jugend-Diakonin erhalten bleibt oder ein neues Luther-Musical aufgeführt wird: Viele Projekte innerhalb der evangelisch lutherischen Kirchenarbeit in Bad Pyrmont könnten nicht verwirklicht werden, wenn es da nicht einen Topf gäbe, aus dem die Gemeinden von Fall zu Fall schöpfen können.

veröffentlicht am 05.04.2017 um 17:43 Uhr

Der Vorstand der neuen Stiftung: Anja Grages, Brigitte Nagel, Dr. Dieter Alfter, Michael Langer, Marcus Maiser, Eva-Maria Luther und Bettina Burkhardt (v.li. n. r.). Es fehlt Dr. Joachim Eichler-Steinhauff. Foto: Hei

Autor:

Karin Heinninger
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Das sind seit 2002 die Stiftungen der bisher vier evangelisch-lutherischen Pyrmonter Kirchengemeinden St. Petri Oesdorf, Stadtkirche, St. Johannes Holzhausen und Paulus-Gemeinde Neersen. Die sind jedoch inzwischen zu einer Großgemeinde vereinigt und brauchen daher auch eine andere Förderungs-Struktur. Das Logo des jetzt aus der Taufe gehobenen neuen Systems verdeutlicht es: Alle vier Stiftungen sind unter das Dach einer einzigen Stiftung geschlüpft.

Dabei ist jede Stiftung mit ihrem ursprünglichen Zweck als besonderer Topf erhalten geblieben, nachdem jede zehn Prozent abgegeben hatte in einen fünften Topf, der die Förderung der gemeinsamen Arbeit in der neuen Kirchengemeinde Bad Pyrmont als Stiftungszweck hat.

„Das ist ein Mittelding zwischen Gütertrennung und gemeinsamer Kasse“, bringt es Pastorin Jutta Ostermann auf den Punkt, eine „Wegbereiterin“ des neuen Systems, wie der Stiftungs-Vorsitzende Dr. Dieter Alfter betont.

Da die Stiftung von Spenden, Erbschaften oder Zustiftungen wohlmeinender Menschen lebt und manche Geber ganz gezielt eine der früheren Gemeinden im Auge haben, wurden die bisherigen Stiftungen nicht einfach gelöscht. „Wir müssen den Willen der Stifter berücksichtigen und haben daher die Zuständigkeiten erhalten“, sagt der Vorsitzende.

Das ist ein Mittelding zwischen Gütertrennung und gemeinsamer Kasse.

Jutta Ostermann, Pastorin

Neben Dr. Dieter Alfter gehören als Vertreter der früheren Gemeinden zum neuen Vorstand Marcus Maiser als sein Stellvertreter, Michael Langer, Eva-Maria Luther, Bettina Burkhardt, Brigitte Nagel, Anja Grages und Dr. Joachim Eichler-Steinhauff. „Wir wollen die Stiftung erlebbar machen,“ sagt Anja Grages aus Neersen. „Gemeinsam können wir dann auch größere Vorhaben finanzieren und Ideen verwirklichen, die einer von uns einbringt“, formuliert es Alfter.

So soll gemeinsam ein Musical über Martin Luther von Arndt Jubal Mehring und Jörg Schade unterstützt werden, das ab 30. Oktober in allen vier Kirchen aufgeführt wird. Außergewöhnliche Projekte der Kinder- und Jugendarbeit, der Kirchenmusik und Seniorenarbeit sowie besondere Mittel zur Erhaltung der Gotteshäuser sind in den Kapitalstöcken aller Gemeinden eingeplant. Ein wichtiges Projekt sei auch die Erhaltung der Stelle von Diakonin Anke Holz, zuständig für Kinder- und Jugendarbeit, betont Pastorin Bettina Burkhardt.

Wie bei Stiftungen üblich, ergeben sich die Erträge allein aus den Zinsen, während das Kapitalvermögen unangetastet bleibt. Insgesamt beträgt das Kapitalvermögen der evangelisch-lutherischen Pyrmonter Gemeinden 1 748 000 Euro.

Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare