weather-image
14°
Einschränkung der Ladenöffnung nur für „Ausflugsorte“/ Blome begrüßt Änderung

„Stellung der Kurorte wird untermauert“

Bad Pyrmont (uk/pet). Die geplante Einschränkung der Ladenöffnungen an Sonntagen ab März nächsten Jahres betrifft nicht Kur- und Heilbäder wie Bad Pyrmont, sondern nur Ausflugsorte wie Hameln. Das hat auf Anfrage der Pyrmonter Nachrichten Christian Stichternath vom niedersächsischen Sozialministerium betont. „Eine Änderung in Kur- und Wallfahrtsorten steht zurzeit nicht zur Diskussion“, bekräftigte er.

veröffentlicht am 06.02.2009 um 19:54 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 18:21 Uhr

Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Kurdirektor Heinz-Hermann Blome hat diese Ankündigung begrüßt. Er hatte sich als Vorsitzender des Niedersächsischen Heilbäderverbandes vor zwei Jahren für eine Lockerung der Ladenöffnung in Heilbädern stark gemacht. Dass diese Regelung, die auch in ausgewiesenen Ausflugsorten greift und vielen Läden vom 15. Dezember bis 31. Oktober eine Öffnung für acht Stunden ermöglicht, nun wieder eingeschränkt werden soll, hält Blome für richtig. „Ich denke, das Land will dadurch die besondere Stellung der Kurorte untermauern und ein Ausufern des Ausflugsort-Status vermeiden“, lautete gestern seine Einschätzung. Viele Städte hätten sich darum bemüht, diesen Status zu erlangen, was aber zu einer „Verwässerung“ dieser Sonderregelung geführt habe.

Mit der bisherigen Entwicklung in Bad Pyrmont zeigte sich der Kurdirektor durchaus zufrieden. „In der letzten Saison haben wir sehr positive Erfahrungen mit den Sonntagsöffnungen gemacht“, sagte er. Das Angebot habe sich gut etabliert.

Bereitschaft zur

Öffnung ungebrochen

Auch Helmut Fahle, Vorsitzender der Pyrmonter Werbegemeinschaft, hält die Möglichkeit einer Sonntagsöffnung für wichtig. „Das macht Bad Pyrmont im Vergleich mit anderen Städte noch attraktiver.“ Und das dies auch in Händlerkreisen so gesehen wird, sieht er durch die ungebrochene Bereitschaft seiner Kollegen belegt, sich daran zu beteiligen, auch wenn die Erfahrungen sicherlich unterschiedlich seien. „Kleineren, inhabergeführten Läden fällt das schwerer als größeren. An dieser Problematik hat sich nichts geändert.“ Der Erfolg einer Sonntagsöffnung sei auch von Rahmenbedingungen wie Wetter oder Veranstaltungsangeboten abhängig.

Um eine möglichst einheitliche Lösung der Öffnungszeiten für die bevorstehende Saison zu ermöglichen, führt die Werbegemeinschaft laut Fahle mit den Händlern zurzeit Abstimmungsgespräche. Nur wenige Läden seien grundsätzlich nicht bereit, an Sonntagen zu öffnen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare