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Die Bad Freienwalder Brücke wird auf alt getrimmt

Stein für Stein

veröffentlicht am 08.09.2016 um 11:47 Uhr
aktualisiert am 24.01.2019 um 14:12 Uhr

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Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Die Arbeiten sind aufwendig, erfordern Geduld und Zeit und damit Geld. Rund 400 000 Euro lässt es sich die Stadt Bad Pyrmont kosten, die Bad Freienwalder Brücke zumindest äußerlich auf alt zu trimmen. Die gute Nachricht. „Wir sind nach wie vor im Zeitplan und auch beim Kostenrahmen sehr eng dran“, sagt Hans-Joachim Böhnke vom Baudezernat der Stadt. Das bedeutet, dass die Brücke Mitte November für den Verkehr freigegeben werden soll.

Gut 70 Prozent der Sand- und Kalksteine, mit denen das alte Bauwerk verblendet waren, werden sich auch an der neuen Brücke wiederfinden. Seit gut drei Woche sind acht Steinmetze und Maurer, der auf Denkmalrestaurierungen spezialisiert Firma Wiebbeke, nun dabei, den südlichen Brückenbogen samt Mittelpfeiler mit den Steinen zu verblenden. Und schon jetzt kann man feststellen: Das Ergebnis wird sich sehen lassen können.

Leiter des Teams ist der Steinmetz Philipp Weber, der eindrucksvoll demonstriert, wie aufwendig es ist, die untere Reihe der Kalksteine am Bogen anzubringen. Eigens in den Betonkörper eingelassene Schienen nehmen Edelstahlklammern auf, die den Stein halten. „Jeder Stein muss dafür bearbeitet und eingepasst werden“, erläutert Weber, der zum ersten Mal mit einer Brücke zu tun bekommen hat. Für die Arbeit sei das aber ohne Belang. Fast noch aufwendiger war das Sortieren der Steine. „Alleine für den Mittelpfeiler haben wir 200 Stunden dafür benötigt“, so der Steinmetz. Wo etwas beschädigt war oder fehlt, muss Ersatz geschaffen werden. Auch das ist eine Puzzlearbeit. Die gesamte Zeit, die fürs Sortieren gebraucht wurde, schätzt er auf gut zwei Monate.

„Wenn wir eine ganz normale Brücke gebaut hätten, dann wäre sie sicherlich schon fertig“, betont Böhnke. „Aber so, wie es jetzt geschieht, ist es von der Politik gewollt.“

Das Wetter hat bislang mitgespielt. Mit Planen wird lediglich dafür gesorgt, das die Sonne den Fugenmörtel nicht zu schnell austrocknet, sonst könnte er reißen.

Kritische Beobachterin der Arbeiten ist Charlotte Ploenes von der benachbarten Töpferei Salzkothe. Sie lobt die „tolle Arbeit“ der Steinmetze und auch Betontbauer, erinnert aber auch daran, dass die Brücke ein völlig anderes Bauwerk sein werde als ihre 100 Jahre alte Vorgängerin.



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