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Verein Fürstentreff stellt beim Sommerfest bedeutende weibliche Adelige der Geschichte vor

Starke Frauen hinter den Kulissen

BAD PYRMONT. Dass die Frauen sich vor 100 Jahren ihr Wahlrecht erkämpften, wird nun auch vom Verein Fürstentreff bei seiner Sommer-Veranstaltung gewürdigt – auch wenn die dort dargestellten Frauen schon viel früher gelebt haben.

veröffentlicht am 23.04.2019 um 13:09 Uhr

In diesem Jahr gibt es mit der früheren Museumsleiterin Vanessa Charlotte Heitland beim Fürstentreff ein Wiedersehen. Sie stellt dort zum zweiten Mal Königin Luise dar. Unser Foto zeigt sie bei ihrer Premiere in dieser Rolle im Juli 2017. foto: Archi
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Karin Heininger Reporterin
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„Das Wirken dieser Frauen fand damals meist hinter den Kulissen statt oder wurde von den Geschichtsschreibern einfach ignoriert“, sagt die Vorsitzende des Fürstentreffs, Christiane Richter.

Auf jeden Fall sollen diesmal die Frauen statt der üblicherweise gefeierten männlichen Persönlichkeiten im Mittelpunkt stehen. „Starke, schöne und einflussreiche Fürstinnen in Pyrmont“ lautet daher das Motto der Veranstaltung vom 5. bis 7. Juli (wir berichteten). Und inzwischen stehen auch die ausgewählten sieben Adeligen und ihre jeweiligen Darstellerinnen fest.

Als bekannteste königliche Dame, die nicht nur durch ihre elegante Erscheinung, sondern auch durch ihre selbstbewusste Haltung beeindruckte, gilt immer noch Königin Luise von Preußen. „Durch ihr mutiges Auftreten vor Napoleon rettete sie das Reich“, argumentiert Christiane Richter. In diesem Zusammenhang gibt es ein Wiedersehen mit Vanessa Charlotte Heitland, Pyrmonts früherer Museumsleiterin, die im vorletzten Jahr erstmals Luise darstellte und jetzt wieder in diese Rolle schlüpft.

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Fürstin Pauline zur Lippe

Auch die Vorsitzende Christiane Richter verkörpert schon seit Jahren eine der einflussreichen Frauen in Pyrmonts Gästeliste: Kurfürstin Dorothea von Brandenburg, die sich als Beraterin „auf Augenhöhe“ ihres Gatten, des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm, großes Ansehen erwarb. Königin Sophie Charlotte von Preußen (dargestellt von Christiane Reese) machte ihre Sommerresidenz bei Berlin zu „einem Mekka für Musik, Theater und Literatur“.

Das Wirken dieser Fürstinnen wurde von Geschichtsschreibern einfach ignoriert.

Christiane Richter, Vorsitzende Fürstentreff e.V.

Bekannt als „schöne Wilhelmine“ war Gräfin Wilhelmine von Lichtenau (Kathrin Goretzki-Rach), einflussreiche Mätresse und später enge Beraterin von König Friedrich Wilhelm II. von Preußen. Auch als Gestalterin einiger Schlösser machte sie sich einen Namen.

Eine starke Frau war auch Großherzogin Maria Pawlowna von Sachsen-Weimar (Olga Ediger). „Sie brachte als Zarentochter Weimar auf die Weltbühne, sodass es politisch bedeutend wurde“, betont Richter.

Fürstin Pauline zur Lippe (Kerstin Flehinghaus) schaffte im regionalen Raum revolutionäre Einrichtungen, wie Kinderbewahranstalten (Kindergärten), Arbeitshäuser und Pflegeanstalten.

Königinwitwe Sophie Amalie von Dänemark wird von Bettina Schlüter dargestellt. Sophie Amalie hatte während der Regierungszeit ihres Mannes und später ihres Sohnes Einfluss auf politische Entscheidungen. Trotz der prekären finanziellen Situation des Landes war sie für ein verschwenderisches Hofleben verantwortlich.

Diese Frauen werden beim Fürstentreff herausgestellt, in kleinen Theaterszenen, kurzen persönlichen Statements und beim Defilee historischer Persönlichkeiten zur Eröffnung am Freitag, möglicherweise auch in eigenen Autogrammstunden. „An Einzelheiten des Programms wird noch gebastelt“, betont die Vorsitzende. Fest steht indes, dass der übliche Rahmen mit Flanieren, Konzertmusik, Fürstenfrühstück (dieses Mal, anders als im Vorjahr, wieder im Kurpark) und dem großen Festumzug am Sonntagmittag wie gewohnt ablaufen wird.



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