weather-image
14°
Und das trotz einer dünnen Finanzdecke / Oliver Steinwedel (FDP) verweigert seine Zustimmung

Stadt will den Forstweg für 120 000 Euro erneuern

Bad Pyrmont (uk). Auch wenn die Finanzdecke dünn ist, so will die Stadtverwaltung dennoch für 120 000 Euro die Erneuerung des Forstweges im nördlichen Teil weiter

veröffentlicht am 22.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 11:41 Uhr

270_008_4189049_pn102_2210.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

vorantreiben. Vom Bau- und Umweltausschuss gab es dafür mehrheitlich grünes Licht, vorausgesetzt das Geld wird im Haushalt 2010 vom Rat bewilligt.

Der untere Teil des Forstweges zwischen Bismarckstraße und Mozartstraße war bereits im Jahr 2002 erneuert worden. Im Februar nächsten Jahres will die Stadt damit beginnen, nördlich der Mozartstraße den Abwasserkanal zu sanieren und dabei gleichzeitig die Hausanschlüsse kontrollieren. Da dafür die Fahrbahn aufgerissen wird, ist geplant, die Straßenoberfläche und den Unterbau des Forstweges zwischen der Einmündung der Mozartstraße und der Ockelstraße beziehungsweise Beethovenstraße zu erneuern. Außerdem sollen auch die Fußwege und Gossen saniert werden. Auf die Anlieger kommen Kosten zu, weil die Straßenausbaubeitragssatzung der Stadt das so vorsieht. Allerdings fällt der Anteil geringer als bei reinen Anliegerstraßen aus, weil dieses Straßenstück verkehrstechnisch als Erschließungsstraße gilt, da es über die Beethovenstraße eine Weiterfahrt innerhalb der Stadt ermöglicht.

An den Unterbau muss die Stadt in diesem Abschnitt deswegen ran, weil der, wie Baudezernent Thomas Goretzki erläuterte, „nicht den Regeln der Technik entspricht“, stark beschädigt sei und deshalb ausgetauscht beziehungsweise verbessert werden müsse.

Besser sieht es oberhalb der Beethovenstraße aus – zumindest vermutet die städtische Bauverwaltung das. Der Untergrund scheint intakt, sodass ein Austausch nach dem derzeitigen Kenntnisstand nicht zwangsläufig erscheine. Mit einer Baugrunduntersuchung will die Stadt aber genau wissen, wie sich die Situation unter der Straßenoberfläche darstellt.

Grundsätzlich müssten die Anlieger mit einem höheren Kostenanteil als die im unter Teil rechnen, denn alle Abschnitte sowie die davon abzeigenden Straßen oberhalb der Ockelstraße und der Beethovenstraße sind Sackgasse und darum nach Einschätzung der Verwaltung als reine Anliegerstraßen zu beurteilen. Allerdings soll aus Kostengründen bis zum Telemannweg nur eine dünne Straßendecke aufgebracht werden, die weniger als vier Zentimeter stark ist und an deren Erneuerung sich die Anlieger darum auch nicht beteiligen müssen.

Nur Oliver Steinwedel (FDP) verweigerte seine Zustimmung. Er vertrat die Auffassung, dass Bad Pyrmont als Kurstadt sich mehr leisten müsse als einen Billigausbau wie nördlichen Bereich des Forstweges. Wünschenswert sei das, aber angesichts leerer Kassen nicht zu realisieren, hielten ihm andere Bauausschussmitglieder entgegen. Die Verwaltung wies abschließend darauf hin, auch mit der kostengünstigeren Erneuerung gute Erfahrungen gemacht zu haben. Auf gut zehn bis zwölf Jahre Haltbarkeit wird im Rathaus der Haltbarkeitszeitraum einer solchen Arbeit geschätzt.

Auf breiter Front: Die Straßendecke des Forstwege könnte durchaus eine Erneuerung vertragen, wie die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses selbst feststellen.Foto: uk



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare